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Ministrantenaktivitäten während der Coronazeit

Dienst am Altar auf Sparflamme

Metelen

Nur noch wenige Aktivitäten sind für Metelens Ministrantinnen und Ministranten angesichts der Rahmenbedingungen der Corona-Schutzverordnung möglich. Nur jeweils zwei von ihnen dürfen jeweils Dienst am Altar tun. Doch auch die Gruppentreffen und die Veranstaltungen der mehr als Hundert Mitglieder starken Messdienerschar sind nur ganz eingeschränkt durchführbar.

Irmgard Tappe

Statt ihres Ferienlagers hatten die Ministranten in den vergangenen Herbstferien Aktionen an der frischen Luft auf die Beine gestellt. Foto: Rieke Tombült

An Ministrantinnen und Ministranten mangelt es in Metelen nicht. Mehr als 100 Mädchen und Jungen bringen sich während der Messfeiern in Ss. Cornelius und Cyprianus in den Dienst am Altar ein.

In der Pandemie aber läuft das Messedienen auf Sparflamme. „Zurzeit dürfen nur maximal zwei Ministranten pro Gottesdienst eingesetzt werden“, erklärt Pastor Thomas Stapper.

Während des Gottesdienstes tragen die Ministranten selbstverständlich einen Mund-Nasenschutz. Die Abstandsregeln beachten sie sowohl am Altar als auch in der Sakristei. „Bei der Gabenbereitung gehen sie dem Priester allerdings nicht zur Hand. Das machen wir momentan selbst“, berichtet der Pfarrer von Ss. Cornelius und Cyprianus. Gestattet sei den Messdienern indes, dass sie während des Evangeliums die Kerzenleuchter tragen und während der Wandlung die Schellen erklingen lassen.

Pastoralreferentin Ruth Bentler hatte angesichts der anhaltenden Pandemie befürchtet, dass die Messdiener nicht bei der Stange bleiben. „Zum Glück ist es nicht so. Obwohl sie viel seltener zum Einsatz kommen als üblich, sind sie sehr zuverlässig. Wer aufgestellt ist, erscheint pünktlich in der Sakristei. Und abgemeldet haben sich auch nicht mehr als in früheren Jahren“, hat die Ansprechpartnerin der Messdiener erfreut festgestellt.

Doch das Messdienerleben spielt sich nicht nur am Altar ab. Gruppenstunden und gemeinsame Aktionen gehören ebenfalls dazu. Diese finden aber seit einem Jahr kaum oder gar nicht statt. „Das ist sehr bedauerlich. Denn gerade diese Dinge haben einen hohen Stellenwert. Sie halten die Gemeinschaft aufrecht“, bemerkt Pastor Stapper.

Das Beste aus der Situation machen, das schreiben sich Pfarrer, Pastoralreferentin und Gruppenleiterteam seit einem Jahr auf die Fahnen.

Um allen Messdienern und Gruppenleitern eine Freude zu bereiten, hatte Ruth Bentler sie im vergangenen Jahr mit einem Geschenk überrascht: eine Coffee-to-go- Tasse für die Großen und einen Rucksack für die Kleinen. Die Gruppenkinder fanden darin Anleitungen für gymnastische Übungen, bei denen das Messedienen im Fokus stand sowie ein Quiz für zu Hause. Als im vergangen Sommer die Coronazahlen zurück gingen, hat Bentler eine Fahrradrallye und andere Aktionen im Freien organisiert. Außerdem hat sie mit kleinen Gruppen den Glockenturm der Pfarrkirche bestiegen.

Momentan versuchen die Gruppenleiter, per Video oder Whatsapp Kontakt zu den jüngeren Messdienern zu halten. „Aber es ersetzt keine Präsenztreffen“, bemerkt die Pastoralreferentin. Sie hofft, dass im Sommer wieder überschaubare Zusammenkünfte im Freien möglich sind – Boule spielen an der Mühle etwa oder Minigolf spielen in der Metelener Heide. Und sie setzt darauf dass das Messdiener-Ferienlager der Metelener Pfarrgemeinde in diesem Jahr während der Herbstferien nicht erneut ausfallen muss.

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