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Krippen-Geschichte auf dem Kirchenvorplatz

Eselchen berichtet über Geburt Jesu

Metelen

Das Zeltdach vor der Kirche, das am Montagmorgen wieder abgebaut wurde, machte auch einen kleinen Gottesdienst für die Kinder des Ortes am Heiligen Abend möglich.

Rike Herbering

Pastoralreferentin Ruth Bentler begleitete das Krippenspiel, das in diesem Jahr unter dem Zeltdach auf dem Kirchenvorplatz stattfand und die jungen Besucher sowie deren Eltern mit einer vorgelesenen Geschichte über den Engel und das Eselchen an der Krippe erfreute. Foto:

Leckeres Essen, ein festlich geschmückter Tannenbaum und natürlich die Bescherung – all das bringt nicht nur Kinderaugen zum Strahlen. Gerade für die Kleinsten gehört auch das alljährliche Krippenspiel in der Kirche zu einem gelungenen Heiligabend dazu – wie soll schließlich sonst das scheinbar endlose Warten auf das Christkind überbrückt werden?

Doch dieses Weihnachtsfest – das dürfte den meisten spätestens nach den Festtagen klar geworden sein – war anders als in den Jahren zuvor. Nicht nur die Kontaktbeschränkungen machten es schwierig, den Heiligen Abend im Voraus zu planen. Auch viele Gottesdienste wurden bereits im Vorfeld abgesagt.

Aber ein Weihnachten ohne Krippenspiel? – Das kam für die Organisatoren der katholischen Kirchengemeinde nicht in Frage, schließlich handelt es sich dabei inzwischen schon um ein festes Ritual an Heiligabend. Und so galt es, kreativ zu werden.

Um die notwendigen Abstands- und Hygienebestimmungen einhalten zu können, war auf dem Kirchenvorplatz der Stiftskirche ein Zeltdach aufgebaut worden (wir berichteten). Dieses verfügte über eine kleine Bühne und zwei Monitore für die spätere Übertragung der Christmette. Das Wichtigste jedoch: Es gab Platz für einige Familien aus der Gemeinde. Und diese freuten sich am Nachmittag vor der Bescherung sichtlich über die Alternativlösung. So lauschten nach einer kurzen Ansprache der Pastoralreferentin Ruth Bentler nicht nur die kleinen Gemeindemitglieder der Weihnachtsgeschichte, die in diesem Jahr anstatt eines Rollenspiels mündlich vorgetragen wurde. Gespannt folgten sie den Erzählungen über die Geburt Jesu aus der Sicht eines Eselchens und eines kleinen Engels. Auch Weihnachtslieder wie „Stille Nacht“, die vom CD-Player abgespielt wurden, fehlten nicht. Zwar durften die Gemeindemitglieder nicht mitsingen, aber Weihnachtsstimmung kam dennoch auf.

Zum Abschluss des kleinen Gottesdienstes wandte sich Pastoralreferentin Ruth Bentler noch einmal an die Kinder und bat sie, ihre Spendenboxen am improvisierten Altar abzulegen. Auch in diesem Jahr ist der Erlös wieder für den guten Zweck bestimmt.

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