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Abschlusskonzert des Projektorchesters

Facettenreiche Blasmusik

Metelen

Volles Haus: 85 junge Musiker aus 21 unterschiedlichen Orchestern und Kapellen bildeten am Sonntagnachmittag das

Martin Fahlbusch

85 junge Musiker spielten beim Abschlusskonzert im Bürgerhaus. Foto: Martin Fahlbusch

85 junge Musiker aus 21 unterschiedlichen Orchestern und Kapellen bildeten am Sonntagnachmittag das Projektorchester 2020 (PO20) beim Abschlusskonzert im Bürgerhaus. Das war schon ein beeindruckender und stattlicher Klangkörper, der die vielen Zuhörer enger zusammenrücken lassen musste.

Der große Saal war richtig gut gefüllt – und wurde gut unterhalten. Vorher hatten Bläser und Schlagwerker seit Freitagabend fleißig in Gesamt- und Registerproben das zusammengebracht, was sie im Vorfeld – meist alleine oder in kleinen Gruppen zu Hause im nicht ganz stillen Kämmerlein – fleißig geübt hatten. Die Vorbereitungen für das seit bald zehn Jahren stattfindende musikalische Event, das vom Blasorchester Metelen (BOM) mit einem elfköpfigen Orga-Team präzise vorbereitet wird, beginnen meist schon im Sommer des Vorjahres, wie Maximilian Wessels und Johannes Alfert berichteten. „Aber ohne die Hilfe des BOM-Vorstandes und seiner Mitstreiter sowie dem Förderverein und vielen gutmeinenden Sponsoren und Unterstützern kriegt man sowas nicht gewuppt“, betonte Dirigent Dirk Brünenborg.

Wie immer lag ein wichtiges Augenmerk auf Weiterbildung – unterstützt von vielen Referenten – und der Tatsache, dass mit Lina Dönhoff (Klarinette) aus Wettringen und Fabian Imhoff (Schlagwerker) aus Nordwalde zwei Nachwuchsdirigenten den Taktstock in die Hand nahmen. „Das Projektorchester nimmt sich immer eine Menge vor, auch was den musikalischen Anspruch angeht. Das ist schon echt komplizierte sinfonische Blasmusik“, staunte Bürgermeister Gregor Krabbe, der mit seiner Frau zu den aufmerksamen Zuhörern gehörte. Aber dass die Truppe auch einen schmissigen Marsch locker drauf hat, bewies sie bei der letzten Zugabe mit „Rough-Riders“.

Abwechslung war diesmal ein wesentliches Stichwort des Programms, das von Katharina Bomkamp und Aaron Foecker moderiert wurde. Da kam unter der Leitung von Fabian Imhoff ein ganz besonders instrumentierter Radetzky-Marsch zu Gehör, bei dem Jonas Sander und Maximilian Wessel als „Solisten“ Hupen, Jaul- und Vogelflöten erklingen ließen, aber auch Hits der 80er Jahre wehten durch den Saal.

Eine blasmusikalische Referenz an die kürzlich verstorbene Aretha Franklin und ihre Hits war ebenso vertreten wie farbenreiche Filmmusik bei „Avangers Endgame“. Die höchst engagierten jungen Musiker besuchten musikalisch den Kontinent von Salsa und Bossa-Nova oder wagten sich unter dem präzisen Dirigat von Lina Dönhoff an „Heroic Sketsches“, ein richtig vertracktes Werk mit ständigen Rhythmuswechseln. Alle Mitglieder des „PO20“ waren mit viel Können und Spaß bei der Sache und das honorierte das Publikum mit viel Applaus.

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