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Metelen Fettmarkt „wet met maakt“ am 23. und 24. Oktober

Das Metelener Formel-1-Rennen. . .

Metelen

Erst ist wieder da, der Metelener Fettmarkt, der im vergangenen Jahr wegen Corona pausieren musste. 95 Aussteller warten am 23. und 24. Oktober auf möglichst viele Besucher.

Von Martin Weßeling

Bunt und laut wurde es beim Fettmarkt zuletzt im Jahr 2018 – dann kam Corona. Am 23. und 24. Oktober lebt die traditionsreiche Veranstaltung nun wieder auf. Foto: Irmgard Tappe

Nein, so richtig aufgekratzt wirkte Antje Schmies-Hoffmann jetzt nicht gerade, obwohl auf sie und ihre Kollegin Heike Segeler gerade viele Fragen einprasseln. Aber in den 20 Jahren, in denen die 70-Jährige jetzt den traditionsreichen Fettmarkt mittlerweile organisiert, hat die Metelenerin vieles gesehen und noch mehr gestemmt rund um den gesellschaftlichen Jahreshöhepunkt in der Gemeinde. „Stress gibt es, ja. Aber es macht doch einfach Spaß. Wir sind froh, dass der Markt wieder stattfindet“, überwiegt die Freude auf das Event, welches am 23. und 24. Oktober auf die Metelener und viele Besucher aus der Umgebung wartet.

Großveranstaltung Fettmarkt

Fettmarkt „wet met maakt“ – unter diesem Titel firmiert eine Veranstaltung, die es in ihrer Gewichtung durchaus mit den größeren Veranstaltungen in der Region aufnehmen kann und von der Bedeutung her für die Metelener so etwas ist, wie ein Formel-1-Rennen am Nürburgring: ein Riesending einfach. „Und dieses Mal ist der Fettmarkt noch wichtiger, weil er überhaupt stattfinden kann. Die Flyer, die ich vom letzten Markt verteilt habe, stammen noch aus dem Jahr 2019“, erklärt Schmies-Hoffmann, die die Veranstaltung zwei Jahrzehnte lang durchgestylt hat, sie nun zusammen mit Heike Segeler entwirft und diese dann endgültig in Segelers Hände abgibt. „Da gibt es so viele Dinge zu beachten. Es macht einfach Sinn, den Markt jetzt noch einmal zusammen durchzuziehen.“

Jetzt, in der (hoffentlich) Nach-Corona-Zeit, ginge es erst einmal darum, die Dinge wieder ans Laufen zu bekommen, nachdem das Event zuletzt aussetzen musste. Schon vor Monaten wurden Marktbeschicker kontaktiert und Regeln aufgestellt, wie die Großveranstaltung unter den aktuellen Bedingungen durchgeführt werden kann. „Da geht es auch um die Corona-Schutzmaßnahmen. Bei uns gelten die 3G-Regeln. Es gibt eine Maskenpflicht. Es werden auch entsprechende Kontrollen durchgeführt“, sagt Antje Schmies-Hoffmann mit strengem Blick.

Ansonsten freuen sich die Metelener aber ganz offensichtlich schon auf „ihren“ Markt. Gut 5000 Besucher werden an beiden Tagen in der rührigen Gemeinde erwartet. Am Samstag (23. Oktober) ist der Fettmarkt von 14 bis 19 Uhr geöffnet, am Sonntag (24. Oktober) von 11 bis 18 Uhr. Dann stehen insgesamt 95 Aussteller in den Startlöchern, um ihre Gäste im Herzen der Gemeinde zu umsorgen.

Umfangreiches Programm in Metelen

Das Programm ist umfangreich. Die kleinsten Besucher können auf dem Trampolin toben, für die Erwachsenen gibt es die obligatorischen Versorgungsstände mit Leckereien und entsprechende Getränke. Wer sich dann mit diversen Dekoartikeln, Haushalts-Gegenständen oder Schmuck eindecken möchte, ist in Metelen an der richtigen Adresse. „Neu bei uns ist etwa ein Alpaka-Betrieb, der seine Waren vorstellt oder Wenning`s Mühlenhof mit seiner Direktvermarktung. Aber das ist nur ein Auszug. Das Angebot ist wirklich reichhaltig“, erklären die Organisatoren. Außerdem besonders wichtig: Die Metelener Vereine sind mit an Bord, bieten etwa eine Kegelbahn (Allgemeiner Bürgerschützenverein), geräucherte Forellen (ASV Metelen), Spiele für Kinder (Förderverein Zwergenburg) oder auch Ringewerfen (Uganda-Hilfe). Mehr als 20 lokale Organisationen sind dabei.

So avanciert der Markt tatsächlich zu einem Festival der Vielfalt und setzt ein Zeichen dafür, dass etwas geht nach der grauen Pandemie und ihren grausamen Folgen für Kultur- und Gewerbetreibende sowie die Bürger vor Ort. Metelen Fettmarkt „wet met maakt“ – wird mit gemacht – passender hätte der Titel wohl wirklich nicht ausfallen können.

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