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Online-Tipps für eine gesunde Familienküche

Geschmacksentwicklung Zeit geben

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Kinder auf ihrem Weg zu begleiten, einen eigenen Geschmack zu entwickeln, war eines der Themen in einem Online-Vortrag über gesunde Familienernährung. Referentin Heidi Möllers betonte: Um Kindern eine gesunde Ernährung näherzubringen, sollten Erzieher und Eltern auf ein gemeinsames Essen, klare Regeln für alle und auch auf ihre Vorbildfunktion für das Kind achten.

Von Rike Herberingund

Für Kartoffelsalat hat so gut wie jede Familie ihr eigenes Rezept – von deftigen Varianten mit Essig, Öl und Speck bis hin zu leichteren Versionen mit Pilzen und Ruccola Foto: CMA/dpa

Fast alle Eltern kennen es: Wenn es mittags mal schnell gehen muss, ist man schnell mal versucht, zum Tiefkühl- oder Fertiggericht zu greifen – und das obwohl bekannt ist, wie wichtig gesunde Ernährung gerade für Kinder ist. Aber wie lässt sich eine ausgewogene Ernährung überhaupt mit einem stressigen Familienalltag vereinbaren? Um Eltern und auch Erzieherinnen und Erziehern hilfreiche Informationen und Tipps dazu an die Hand zu geben, bot das Familienzentrum „Hand in Hand“ jetzt einen Online-Infoabend zum Thema „Familienküche“ an.

„Meist soll es schnell gehen, schmecken, aber auch gesund sein“, fasste Heidi Möllers, die als Referentin der Familienbildungsstätte durch den Abend führt, zu Beginn der Veranstaltung das Problem vieler Eltern und Erzieher zusammen. „Bis zum dritten Lebensjahr sollte eine Basis für ein genussvolles und gesundes Essverhalten geschaffen worden sein“, erklärte sie, um daraufhin in ihrer Präsentation zunächst auf die Erwartungen und Bedürfnisse der kleinen Erdenbewohner einzugehen. So würden sich die Kids nämlich beispielsweise neben Gerichten und Lebensmitteln, die gut aussehen, riechen, schmecken und sich gut anfühlen, also mit allen Sinnen genossen werden können, auch Spaß beim Essen und Übersichtlichkeit auf dem Teller wünschen. Dabei sollten Eltern und Erzieher allerdings darauf achten, dass die Kleinen respektvoll mit dem Essen umgehen.

An diese Thematik anknüpfend ging Möllers in ihrer Präsentation auf die biologischen Sicherheits- und Schutzprogramme sowie auf deren Einfluss auf eine gesunde kindliche Ernährung ein. „Kinder lieben Süßes, lehnen Saures und Bitteres aber ab, weshalb man einem kleinen Kind zum Beispiel auch kein Sauerkraut anbieten sollte“, erklärte die Referentin.

Aber wie bekommt man Kinder denn nun dazu, Gesundes zu essen? Um Kindern eine gesunde Ernährung näherzubringen, sollten Erzieher und Eltern auf ein gemeinsames Essen, klare Regeln für alle und auch ihre Vorbildfunktion für das Kind achten. Zudem gehe es darum, der Geschmacksentwicklung der Kinder ihre Zeit zu lassen und gelassen bleiben. Auch eine dem Kind bereits vertraute Komponente in einem neuen Gericht helfe bei der langsamen Gewöhnung, betonte Möllers.

Nachdem sie einige grundlegende Regeln und Ideen für den Essalltag mit kleinen Kindern nannte, charakterisierte die Fachberaterin für Säuglings- und Kinderernährung die verschiedene Esstypen und erklärte, wie Erwachsene jeweils konkret bei der Vermittlung eines gesunden Essverhaltens mithelfen können, um anschließend auf die jeweiligen Mengen für Ein- bis Dreijährige und Vier- bis Sechsjährige einzugehen. Abschließend gab sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Runde Tipps für ein gesundes Leben, die präventiv sowohl im Kindergarten wie auch im Elternhaus umgesetzt werden können.

Im Anschluss an den Infoabend erhielten alle Teilnehmer eine Auswahl an Rezepten für gesunde und dennoch schnelle Gerichte per Mail zugeschickt, nachhaltige Informationen und Tipps für den Küchenalltag.

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