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Betrugsmaschen

Volksbank klärt Senioren beim Geldabholen über Trickbetrügereien auf

Metelen

Der Enkeltrick und andere Betrügereien gegenüber Senioren treten immer wieder auf. Darüber informierten jetzt Andreas Ewering von der Kreispolizei und Vertreter der Volksbank Gronau-Ahaus in der Metelener Filiale. Sie haben auch eine Gegenmaßnahme entwickelt und klären beim Abheben größerer Geldsummen am Schalter intensiver auf.

Mario Richter (l.) und Kristin Schepers von der Volksbank Gronau-Ahaus sowie Hauptkommissar Andreas Ewering von der Präventionsstelle der Kreispolizeibehörde stellten die gemeinsame Aktion vor. Foto: Volksbank Gronau-Ahaus

Die Fallzahlen im Bereich der Betrugsdelikte zum Nachteil von Senioren sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Der Enkeltrick, Anrufe durch falsche Polizeibeamte, Schockanrufe sowie falsche Gewinnversprechungen nehmen stetig zu. „Wir sprechen hier landesweit über Beträge, die im Millionenbereich liegen“, berichtete Hauptkommissar Andreas Ewering jetzt bei einem Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Volksbank Gronau-Ahaus.

Ewering kümmert sich bei der Kreispolizeibehörde Steinfurt um Themen wie Kriminalprävention und Opferschutz. Auch im Kreis Steinfurt komme es immer wieder zu vollendeten Taten. „Die Schadenssummen sind förmlich durch die Decken gegangen“, berichtet er.

Die regionale Genossenschaftsbank unterhält auch in Metelen eine Filiale. Sie hat hat auf den Trend reagiert. Wer bei der Volksbank Gronau-Ahaus eine höhere Summe Bargeld von seinem Konto abhebt, bekommt die Scheine ab sofort in einem speziellen Umschlag ausgehändigt. Mit der Maßnahme möchte die Volksbank Senioren vor dem sogenannten Enkeltrick schützen.

Bei dem rufen Betrügerinnen oder Betrüger meist ältere Menschen an, geben sich als Familienangehörige aus und spielen eine Notlage vor, für die sie dringend Geld benötigen. Die angerufenen Personen übergeben oft hohe Bargeldsummen an eine vollkommen unbekannte Person, die angeblich mit den Familienangehörigen in Kontakt stehen soll.

Andreas Ewering

Die neuen Umschläge wurden in Zusammenarbeit mit der Polizeibehörde Steinfurt erarbeitet. „Mit den Spezialumschlägen geben wir noch einmal Warnhinweise mit auf den Weg. Hier werden anhand von Fragen verschiedene Szenarien kurz beschrieben, wie sie bei einem sogenannten Enkeltrick immer wieder vorkommen können. Das potenzielle Opfer kann dadurch schnell erkennen, ob es gerade in eine Falle läuft“, erläutert Kristin Schepers, Bereichsleiterin bei der Bank.

In der Vergangenheit wurden bereits einige Betrugsversuche durch aufmerksame Bankmitarbeiter verhindert. „Wenn eine ältere Person eine unverhältnismäßig hohe Summe abholt, sind unsere Kolleginnen und Kollegen besonders wachsam und fragen gezielt nach. Die neuen Spezialumschläge sind eine sinnvolle Ergänzung, um den Enkeltrick zu verhindern“, ist der langjährige Kundenberater in Metelen Mario Richter überzeugt.

Folgende Fragen helfen, einen Enkeltrick zu erkennen:

Wurden Sie angerufen?

Sollen Sie das Geld noch heute übergeben?

Wurde Ihnen verboten, über den Grund der Abhebung zu sprechen?

Hat sich der Anrufer als Familienangehöriger, Polizist, Notar, Richter und so weiter ausgegeben?

Sollen Sie das Geld an eine Ihnen unbekannte Person übergeben?

Sollen Sie etwas überweisen oder eine Geldwertkarte kaufen?

Sofern zwei oder mehr Fragen mit „Ja“ beantwortet werden, sollte direkt die Polizei informiert werden.

Für weitere Informationen steht die Präventionsstelle der Kreispolizeibehörde Steinfurt allen Interessierten unter der Telefonnummer 0 25 51/15 59 10 zur Verfügung.

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