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Ärzte empfehlen das Tragen einer Maske

„Mehr Schutz ist mehr Schutz“

Metelen

Die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung arbeiten vorerst mit einem Mund-Nasen-Schutz. Grundsätzlich sei es durchaus sinnvoll, solche auch selbstgenähten Schutzmasken zu tragen, empfehlen die Fachleute in der Praxis Weritz und Brinschwitz.

Anne Spill

Allesamt mit Mundschutz zum Termin erschienen (v.l.): Louise Weritz (Ärztin), Annette Schön (Ärztin), Martin Brinschwitz (Arzt und seit Januar neuer Partner in der Praxis), Clara Beutler (eine der Praxismanagerinnen) und Gregor Krabbe (Bürgermeister). Foto: Anne Spill

Als er auf dem Parkplatz vor der Arztpraxis aus seinem Auto steigt, zieht Gregor Krabbe sich eine Maske über Nase und Mund. Der Bürgermeister muss ein wenig zupfen, ehe der Schutz richtig sitzt und die Brille nicht mehr beschlägt. „Das braucht etwas Übung“, stellt er schmunzelnd fest. Aber Krabbe ist überzeugt: Eine Maske zu tragen, ist in diesen Zeiten absolut sinnvoll.

Darum gibt die Gemeinde Metelen nun auch an sämtliche ihrer Mitarbeiter einen Mund-Nasen-Schutz heraus. Keine Profi-Masken – die sind, so der Verwaltungschef, „eben für die Profis, zum Beispiel für Ärzte und Pflegepersonal“. Stattdessen erhält das Team rund ums Rathaus genähte Modelle aus Stoff.

Denn die, da sind sich die Fachleute in der Praxis Weritz und Brinschwitz einig, sind allemal besser als gar keine Maske – auch wenn sie nicht hundertprozentig vor einer Tröpfcheninfektion bewahren können. „Aber mehr Schutz ist einfach mehr Schutz“, bringt Ärztin Annette Schön es auf den Punkt. Sie empfiehlt jedem, der in diesen Tagen unter Menschen gehen muss, zumindest die textile Variante anzulegen. „Damit fängt man schon ziemlich viel ab“, weiß die Ärztin.

Im Gespräch mit Patienten habe sie festgestellt, dass viele sich schlicht nicht trauen, einen Mundschutz zum Beispiel beim Einkaufen zu tragen. Doch jetzt sei genau der Moment, es einmal auszuprobieren: „Ich kenne es ja selbst: Man ist dann einfach entspannter“, sagt die Ärztin. „Und es geht ja auch darum, sich solidarisch zu zeigen mit denen, die aktuell unbedingt Schutz brauchen“, betont auch Clara Beutler.

Und wie stehen die Mediziner zum Tragen von Einmal-Handschuhen? Martin Brinschwitz ist da ein wenig skeptisch: „Wer sich damit ins Gesicht fasst, hat nichts gewonnen.“ Wichtig sei es also, das eigene Verhalten zu reflektieren und darauf zu achten, nicht mit den Fingern Mund, Nase oder Augen zu berühren. „Da können die Handschuhe aber eine Erinnerungsstütze sein: Ich habe etwas Unreines an den Fingern, das muss ich erst ausziehen.“ Allgemein solle sich das Virus auf unbelebten Flächen aber vergleichsweise schlecht halten.

Wer selbstgenähte Masken in größerem Umfang zur Verfügung stellen kann, darf sich gerne im Rathaus (Telefon 0 25 56 / 8 90) melden – dort könne man eine Weitergabe koordinieren, so der Bürgermeister.

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