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Die Retter von morgen

Metelen hat jetzt eine Jugendfeuerwehr

Metelen

Sie sind die Retter von morgen: 17 Mädchen und Jungen zählt die neue Jugendfeuerwehr Metelen, die am Samstag gegründet wurde. Die Zwölf- bis 17-Jährigen nahmen während der Feierstunde im Gerätehaus ihre Gründungsurkunden entgegen.

Irmgard Tappe

Eine starke Truppe: die neue Jugendfeuerwehr Metelen. Nach der Überreichung der Gründungsurkunden durfte das Gruppenfoto mit der Feuerwehrleitung und Bürgermeister Gregor Krabbe nicht fehlen. Foto: Irmgard Tappe

Welch ein Tag war das am Samstag für die 17 Mädchen und Jungen aus Metelen. Sie werden als Gründungsmitglieder der örtlichen Jugendfeuerwehr in die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Metelen eingehen. Kein Wunder also, dass sie diesem großen Ereignis erwartungsvoll entgegen fieberten. Fabian Bruns zum Beispiel meinte: „Ich finde alles toll an der Feuerwehr und bin gespannt, was mich erwartet.“ Ähnlich äußerten sich die anderen Neulinge. Laurin Kmuche bemerkte: „Dass die Feuerwehrleute die Brände löschen, ist eine gute Sache.“ Doch bis die Zwölf- bis 17-Jährigen in den aktiven Dienst aufgenommen werden, vergehen noch einige Jahre. Aber immerhin: Ihren ersten Schutzanzug samt Helm hatten sie am Samstag zur Gründungsfeier bereits angelegt.

Stolz zog der Nachwuchs mit seinem Banner in das Gerätehaus ein. Pastor Thomas Stapper als Vertreter der katholischen Kirchengemeinde und sein evangelischer Kollege, Pfarrer Albrecht Philipps, segneten die Jugendfahne und würdigten die Entscheidung der Neulinge. „Es ist nicht immer leicht, Leute zu finden, die zum Dienen bereit sind. Und die Arbeit bei der Feuerwehr hat etwas mit dienen zu tun“, erklärte Philipps.

Es sei in Metelen allerdings kein Problem gewesen, interessierte Jugendliche für die Wehr zu gewinnen, teilte Gemeindebrandinspektor Manfred Krude mit. Er überreichte den Mädchen und Jungen eine Gründungsurkunde als Zeichen ihrer offiziellen Aufnahme in die Jugendgruppe. „Der heutige Tag ist schon etwas ganz Besonderes für jeden von Euch“, bemerkte der Gemeindebrandinspektor. Um den Fortbestand der Wehr müsse er sich nun keine Sorgen machen, zeigte er sich erleichtert und rief dem Nachwuchs zu: „Ihr seid das Fundament für die Zukunft unserer Feuerwehr.“

Motivierende Worte hatte auch Gemeindejugendfeuerwehrwart Marcel Bremer parat. „Ich freue mich auf eine tolle Zusammenarbeit. Ihr seid die Retter von morgen“, betonte er.

Bürgermeister Gregor Krabbe bezeichnete die Jugendfeuerwehr als sinnvolle Freizeitbeschäftigung für Heranwachsende. „Das Angebot für Jugendliche in Metelen wird dadurch erweitert. Und in dieser Gruppe lernen die jungen Leute, sich für andere Menschen einzusetzen“, griff der Verwaltungschef den sozialen Aspekt auf.

Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Klose berichtete, dass auf Kreisebene in 21 Orten insgesamt 500 Heranwachsende Mitglied der Jugendfeuerwehr seien. Den Metelenern gratulierte er zu ihrer Entscheidung und schenkte ihnen zum Einstieg einen Bollerwagen, gut gefüllt mit Gesellschaftsspielen. Zu den weiteren Gratulanten zählten der stellvertretende Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier und der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Norbert Stegemann. Als Vertreter der Ehrenabteilung hieß Theo Stening schließlich „die junge Garde in unserer Mitte willkommen“. Für eine freudige Überraschung sorgten Bernhard Schaper und Sebastian Staub vom Schalke- Fanclub, als sie den jungen Kameraden einen 500-Euro-Scheck überreichten. Die Gründungsfeier klang mit einem gemeinsamen Abendessen aus.

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