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Zur Debatte um farbige Krippenfiguren

Metelens Melchior huldigt Jesus

Metelen

Frei von Klischees und Diskriminierung sollte der farbige der Heiligen Drei Könige dargestellt werden. So gibt es die Deutsche Bischofskonferenz vor. In Metelen ist die Melchior-Figur der Weihnachtskrippe da unverdächtig. Doch es gab einmal eine Figur an der Krippe, die heutigen Maßstäben in keiner Weise gerecht würde: Ein sogenannter „Nickneger“ bat um Spendengelder für die Mission.

Dieter Huge sive Huwe

Die Horstmarer Künstlerin Gertrud Büscher-Eilert schuf einst die Figuren der Krippe für die katholische Pfarrgemeinde Ss. Cornelius und Cyprianus. Melchior, der farbige König in der Gruppe, bringt dem Neugeborenen im Stall Weihrauch und verneigt sich ehrfürchtig. Das lange Gewand wird von einem jungen Diener getragen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Die bereits seit längerem andauernde Debatte um diskriminierende Worte und Darstellungen hat in den vergangenen Tagen auch die Weisen aus dem Morgenland erreicht. Die Heiligen Drei Könige, Geschenkebringer des neugeborenen Jesus im Stall zu Bethlehem, haben in traditionellen Darstellungen auch einen in ihrer Mitte, der dunkler Hautfarbe ist. Kein Problem, bislang. Doch im Ulmer Münster gibt es eine Figurengruppe, in der eben jener Melchior karikierend mit wülstigen Lippen dargestellt ist. Die evangelische Münstergemeinde hat die Gruppe daher aus ihrer Weihnachtskrippe entfernt.

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