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KIM-Schreibwerkstatt

Mit Gloria wird es oft romantisch

Metelen

Zu einer Schreibwerkstatt lädt die Kulturinitiative Metelen im Herbst ein. Unter der Anleitung von Wolfgang Lamar sollen die Teilnehmenden erfahren, wie sie Geschichten interessant und lebendig zu Papier oder auf die Festplatte des Computers bringen.

Von Dorothee Zimmer

Stellten im Schreibwaren- und Buchhandel-Geschäft von Moni Ewering (2. v.r.) das Angebot der KIM-Schreibwerkstatt vor (v.l.): Wolfgang Lamar, Elvira Fremann und Bärbel Klisa. Foto: Dorothee Zimmer

Einfach mal die Perspektive wechseln – das hält Wolfgang Lamar für eine gute Idee, Geschichten interessant und lebendig zu machen. Der 65-Jährige sitzt mit Bärbel Klisa und Elvira Fremann bei Buch- und Schreibwaren Ewering zusammen und nennt dafür sogleich ein Beispiel. Am Montag habe er in der Zeitung den Bericht über eine hungrige Maus gelesen, die aus ihrer Sicht schilderte, wie ihr der Zugang zu einer Scheune mit dem ach so verlockenden Korn verwehrt blieb. Das gefiel ihm.

Er selbst hat vor einigen Jahren das Schreiben für sich entdeckt. „Es spielt eine Hauptrolle für mich“, erzählt der Rheinländer, der seit einem Jahr in Metelen wohnt und zahlreiche Kontakte zu Gleichgesinnten pflegt. Er veröffentlichte bereits Kurzgeschichten und arbeitet derzeit an einem Roman. Angefangen hat diese Lust auf die kreative Gestaltung in Wort und Schrift als Teilnehmer einer Schreibwerkstatt.

Und genau so etwas will er nun gemeinsam mit der Kulturinitiative (KIM) auch in Metelen auf die Beine stellen. Die KIM-Vorstandsmitglieder Elvira Fremann und Bärbel Klisa freut es: „Das Angebot ist toll, das brauchen wir.“ Beide wollen selbst daran teilnehmen und deuten ansatzweise die Handlung an, um die sich ihre in den Köpfen schon vorgefertigten Geschichten drehen. Die Begeisterung mündet schließlich in der Frage, ob man auch ein Pseudonym benutzen könne. „Aber ja“, nickt Lamar, „es gibt sogar für jedes Genre bestimmte Pseudonyme. Bei Liebesromanen etwa wird häufig der Name Gloria verwendet.“

Der Gedanke, sich in der Schreibwerkstatt möglicherweise einen Decknamen zuzulegen, ist so ungewöhnlich nicht, denn tatsächlich sollen die Geschichten einer größeren Leserschar zugänglich gemacht werden. „Das erste Ziel, das wir erreichen wollen, ist die Veröffentlichung einer Anthologie im Selbstverlag“, stellt der künftige Kursleiter in Aussicht.

Lamar ist überzeugt: „Jeder kann schreiben, jeder kann es lernen, und Schreiben ist keine einsame Sache.“ Um sich selbst darin zu optimieren, sei es von Vorteil, sich bei diesem Vorhaben gegenseitig zu unterstützen und ein Feedback zu bekommen: „Schreibende haben stets danach gestrebt, sich zu treffen und auszutauschen. In der Schreibwerkstatt werden wir das Wissen und Handwerk erarbeiten, das nötig ist, um Texte zu schaffen, die gerne gelesen werden.“ Ebenfalls eine Rolle spielen werden laut Lamar soziale Medien, Onlinelesungen und Selfpublishing.

Das Angebot richtet sich an alle ab etwa 15 Jahre, auch Interessierte aus Nachbarorten können teilnehmen. Anmeldungen sind möglich per E-Mail an schreibwerkstatt.metelen@gmx.de. Ein erster Info-Abend, der auch ohne Anmeldung besucht werden kann, findet am 31. August (Dienstag) um 19 Uhr auf dem Hof Konert, Naendorf 1, statt. Die Gebühr für den Kurs, der nach den Sommerferien startet und ein halbes Jahr umfasst, beträgt 60 Euro, kostet für KIM-Mitglieder 50 Euro und für Jugendliche 30 Euro..

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