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Ferienspaßaktion: Basteln mit Holz

Nagel-Kunstwerk wird den Hamstern gewidmet

Metelen

Auch Mädchen können werkeln, das zeigte Lia bei der Ferienspaßaktion unter dem Motto Basteln mit Holz. Sie machte ein Kunstwerk für ihre Hamster. Die Jungen in dem Workshop ließen sich von anderen Dingen inspirieren. Und nicht jeder Schlag traf den Nagel ...

Von Dorothee Zimmer

Volle Konzentration beim Nägel einschlagen, damit keiner schief wird. Lia (linkes Foto) nahm als einziges Mädchen an der Ferienspaß-Aktion „Basteln mit Holz“ teil. Foto: Dorothee Zimmer

Wie viele Nägel Lia mit dem Hammer in die runde Holzscheibe geklopft hat, hat sie nicht gezählt. Es sind auf jeden Fall eine ganze Menge. Als die Zwölfjährige damit fertig ist, lässt sich gut erkennen, dass sie mit den Nägeln den Buchstaben „R“ in doppelter synchroner Ausführung geformt hat. Das R, erklärt Lia, stehe für Ronja und Rocky. So heißen ihre beiden Hamster. Ihnen möchte Lia dieses kleine Holz-Nagelkunstwerk widmen. Es wird zudem noch an den Nagelköpfen mit bunten Wollfäden umwickelt.

Integratives Projekt

Lia ist am Dienstagmorgen das einzige Mädchen, das an der Ferienspaßaktion „Basteln mit Holz“ teilnimmt. Mit ihr am Tisch im Jugendzentrum Time-out sitzen acht Jungen. Das stört sie nicht. „Nur weil man ein Mädchen ist, heißt das ja nicht, dass man nicht werkeln soll“, meint sie.

Cassandra Schomaker kann da nur zustimmen: „Das ist nicht ausschließlich Jungssache.“ Die Sozialpädagogin von der Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen beim Familienunterstützenden Dienst der Caritas begleitet mit zwei weiteren Helferinnen die Aktion, die als Inklusionsprojekt ausgerichtet ist und somit diesen Personenkreis genauso ansprechen will wie jenen mit Menschen ohne Behinderung.

Auch Jeldrik zuckt die Schultern bei der Frage, wie viele Nägel er bei seinem von ihm gestalteten Treckerrad verbraucht hat. Er ist aber sicher, dass es „bestimmt 50“ waren. Einige wenige sind etwas schief geraten, die will er noch richten, bevor er sich mit der farbgebenden Wolle beschäftigt.

Finger getroffen

Ja, gelegentlich seien auch Schläge dabei, die nicht direkt den Kopf des Nagels treffen, sondern danebengehen und zuweilen Finger in Mitleidenschaft ziehen, bestätigt Cassandra Schomaker eine geäußerte Vermutung. Aber von größeren Blessuren an den Händen der Kinder könne nicht die Rede sein. Die Jungen und Lia haben nach rund zwei Stunden handwerklicher Arbeit ihre Baumscheiben sehr individuell gestaltet. Und das hat ihnen ganz offensichtlich Spaß gemacht.

Cassandra Schomaker unterstützt Vereine, wenn dort überlegt wird, eigene Angebote eventuell auch inklusiv auszurichten. Zu erreichen ist sie per E-Mail unter Cassandra.schomaker@caritas-steinfurt.de.

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