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Arbeitskreis zu Château-Renard

Neuer Schwung für die Partnerschaft

Metelen

Was in der Ehe gilt, ist auch bei befreundeten Kommunen wichtig: Für eine gute Partnerschaft muss man sich einsetzen. Das dachten auch rund 20 Metelenerinnen und Metelener, die sich jetzt im Bürgerhaus trafen, um frischen Wind in die Partnerschaft zwischen den beiden Orten Metelen und Château-Renard zu bringen. Gemeinsam wollen sie Aktivitäten vorbereiten und so die Beziehung der Kommunen beleben

Von Dorothee Zimmer

Aus vielen Begegnungen der Menschen aus den beiden Partnerorten entwickelten sich über die Jahre auch Freundschaften zwischen Metelen und Foto:

Letztes Jahr wurde nichts aus der geplanten Bürgerreise nach Château-Renard, und die Hoffnung, sie in diesem Sommer nachholen zu können, ist längst dahin. Vorgesehen ist jetzt, die Fahrt in die französische Partnerstadt am letzten Wochenende im August nächsten Jahres anzutreten.

Dann wird dort der – ebenfalls seit letztem Jahr verschobene – Comice Agricole ausgetragen, eine große Veranstaltung, in deren Mittelpunkt die Landwirtschaft steht. In diesem Rahmen finden unter anderem ein Umzug mit verschiedenen ausgestalteten Wagen statt, ein feierlicher Abend mit Essen, Tanz und einer Misswahl.

Beide Seiten haben in der Zwischenzeit und trotz Corona nicht in ihrem Bemühen nachgelassen, die Freundschaft zu pflegen. Auf französischer Seite ist dafür ein Partnerschaftskomitee unter Vorsitz von Bürgermeister Jocelyn Buron gebildet worden, ein Pendant hat sich am Dienstag im Bürgerhaus formiert. „Es ist der Wunsch der Gemeinde, einen festen Arbeitskreis zu bilden“, erklärte Bürgermeister Gregor Krabbe. Man wolle den weiteren Verlauf „nicht dem Zufall überlassen“.

Petra Weßling, die bislang in der Verwaltung maßgeblich den Austausch organisierte, sagte, sie sei jetzt Rentnerin und beruflich dafür nicht mehr zuständig. Dass er ihr indes zur eigenen Herzensangelegenheit wurde, zeigt unter anderem ihr Bekenntnis, weiterhin aktiv im Arbeitskreis mitwirken zu wollen. „Wir haben in den letzten 27 Jahren bewiesen, dass wir lebendige Partnerschaft können“, lautete ihr Fazit. Sie galt bei der Wahl in den Arbeitskreis als „natürlich gesetzt“, weiterhin Claudia Lütke, die Weßlings bisherige Aufgabe der Partnerschaftsbetreuung in der Verwaltung offiziell weiterführt, ferner der Bürgermeister.

Zur Mitarbeit bereit erklärten sich darüber hinaus spontan mehrere Bürger und Bürgerinnen. Insgesamt rund 20 Mitglieder, davon etwa zehn in einem engeren Kreis, sollen künftig das Gros der Vorbereitungen übernehmen, indem sie Impulse geben, Projekte und Programme entwickeln und Familien suchen, die Gäste aufnehmen. Letzteres bleibt weiterhin gängige Praxis. „Bei einer Unterbringung im Hotel kommen persönliche Beziehungen zu kurz.“

Um noch besser in Verbindung zu bleiben, schlug Weßling unter anderem vor, in regelmäßigen Abständen die eigene Gemeinde über Neuigkeiten und Entwicklungen des jeweils anderen Ortes zu informieren. Auch Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen, wurden erörtert. Französische Vereine sollen direkt angeschrieben und gefragt werden, ob von deren Seite Interesse am Austausch besteht.

Auch in Metelen will man bei Vereinen für eine aktive Teilnahme werben. „Wer selbst mal eine Fahrt mitgemacht und genossen hat, kann anders darüber urteilen, als wenn man nur mal davon gehört hat“, hieß es in der Runde.

Für das kommende Frühjahr ist der Besuch einer kleinen französischen Delegation vorgesehen. Im Anschluss jedoch stehen gleich mehrere Gegenbesuche an: zunächst die nachgeholte Bürgerreise im August 2022, im Jahr darauf voraussichtlich das Fußballlager und 2024 die Feier anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Partnerschaft.

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