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Spritzenhaus-Zuwegung erneut heftig diskutiert

Planer: Drei Optionen – theoretisch

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Die Finanzierung des Anbaus ans Feuerwehrgerätehaus stand in der Sitzung des Hauptausschusses auf der Tagesordnung. Die Diskussion kreiste aber weniger ums Geld, sondern erneut vornehmlich um die Frage der künftigen Alarmzufahrt zum Spritzenhaus. Bislang favorisieren die Experten eine Zuwegung über die Straße „Am Stadion“. SPD, UWG und vor allem die Grünen bewerten diese Lösung kritisch.

Von Dieter Huge sive Huwe

Strittig ist immer noch die Frage der Alarmzufahrt zum Gerätehaus. Foto:

Rasch quer über den Schützenplatz, rasant über die Stadionstraße oder flink rechts am Spritzenhaus entlang – diese drei möglichen Optionen hatte Ansgar Woermann vom Büro „Feldhausarchitekten“ aus Hörstel als denkbare Optionen für die Zufahrt der freiwilligen Kräfte im Alarmfall zu den künftigen Parkplätzen hinter dem Gerätehaus dargestellt. Eine Vorentscheidung, welche davon zum Tragen kommt, fällt vielleicht schon in dieser Woche.

Im Hauptausschuss gab es am Montagabend darüber, wie schon vor zwei Wochen im Bauausschuss, erneut eine intensive Debatte. Vor allem die Grünen lehnten sich dabei weit aus dem Fenster, indem sie den von der Verwaltung bislang favorisierten Vorschlag, die Parkplätze von der Straße „Am Stadion“ aus anzufahren, kategorisch ablehnten: „Auf keinen Fall!“, fasste Willi Rieps seine Statements zum Thema zusammen.

Der Ratsherr der Grünen hatte mit der Risikobewertung der drei Alternativen ein Problem: „Es gibt im Einmündungsbereich Ochtruper Straße/Am Stadion mehr Fußgänger und Radfahrer.“ Seine Fraktion wolle eine Zufahrt vom Kreisverkehr aus und dann über den Schützenplatz. Im Falle eines Einsatzes während des Fes­tes müssten die Wehrleute eben auf dem HTG-Parkplatz ausweichen. Rieps: „Das wird heute auch schon so gehandhabt.“

Andreas Sievert (SPD) machte, wie Rieps, darauf aufmerksam, dass es an der Turnhalle viel Fahrradverkehr gebe und zudem die Bushaltestelle in der Nähe sei. Und Ansgar Stening, selber Feuerwehrmann, mahnte, im Alarmfall auch die unbeteiligten Dritten an der Zufahrt zu berücksichtigen. Der UWG-Fraktionschef erhob die Zuwegung zur „Gretchenfrage“: „Wenn man es wirklich will, wird es Mittel und Wege geben, die Parkplätze am Gerätehaus über den Kreisverkehr anzubinden.“ Ins Spiel brachte er auch eine Ampel, die im Alarmfall geschaltet wird.

Weitgehend Positionen also, die auch schon vor 14 Tagen im Bauausschuss deutlich geworden waren. Doch es gab in der Zwischenzeit einen Termin, der zumindest eine Teilantwort auf die „Gretchenfrage“ brachte. Bürgermeister Gregor Krabbe berichtete über ein Vor-Ort-Gespräch zwischen Vertretern des Unfallkassen-Verbandes NRW, der Gemeinde und der Wehrführung. Danach wurde von den Fachleuten kein Widerspruch gegen eine Zufahrt über die Stadionstraße erhoben, wohl aber gegen eine vom Kreisverkehr aus. Die Gefährdungsbeurteilung sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Variante eins, also hinter der Sporthalle her, favorisiert werde fasste Krabbe zusammen. Die Gemeinde werde aber zusätzlich ein externes Fachbüro beauftragen, eine weitere Gefährdungsbeurteilung aufzustellen. „Man muss dann schon sehr gute Gründe haben, um auf solche Empfehlungen nicht zu hören“, plädierte Gregor Krabbe in die Runde, die Expertise der Fachleute zur Grundlage einer Entscheidung zu machen.

Veronika Lücking (CDU) hatte versucht, die Diskussion in ruhigeres Fahrwasser zu lenken, indem sie sich nach Unfallstatistiken zu den fraglichen Bereichen erkundigte – eine Thematik, die bis dato in der Diskussion noch nicht angeführt worden war. Helga Drews vermisste, dass keine Vertreter der Fraktionen bei dem Ortstermin mit dem Unfallkassen-Verband vor Ort waren. An Bürgermeister Gregor Krabbe war es, die Ratsfrau der Grünen in diesem Zusammenhang darüber aufzuklären, dass derartige Gespräche übliches Verwaltungshandeln seien.

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