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Versandung der Vechte

Runder Tisch zum Mühlenwehr - Heimatverein drängt auf rasche Lösung

Metelen

Das marode Stauwehr an der Mühle sorgt für Unmut. Die Heimatfreunde des Ortes fürchten um die Mühlentechnik, die durch die Versandung vor der Stauklappe beschädigt werden könnte. Anlieger des Altarms wiederum beklagen die Versandung auch in dem Bereich um Kocks Insel. Die Gemeindeverwaltung will nun gleich nach den Sommerferien zu einem Runden Tisch einladen.

Von Dieter Huge sive Huwe

Das Mühlenwehr ist abgängig. Die Sanierung steht im Zusammenhang mit Maßnahmen gegen die zunehmende Versandung der Vechte. Der bislang favorisierte Vorschlag, die Stauklappe durch eine baugleiche Neukonstruktion zu ersetzten, würde am Problem mit den Ablagerungen kaum etwas ändern. Auch der zunehmende Sand im Altarm (unser Foto) ärgert die Anlieger. Foto: Dieter Huge sive Huwe

„Für uns zählt jeder Tag.“ Bernhard Iking nutzte die Fragestunde der jüngsten Ratssitzung, um vehement auf das Anliegen des Heimatvereins mit Blick auf Plagemanns Mühle aufmerksam zu machen. Wie bereits in einer öffentlichen Bürgerinformation vor Ort (wir berichteten) erläuterte der Vorsitzende der Metelener Heimatfreunde das Dilemma, welches die zunehmende Versandung der Vechte für die Mühle bedeutet.

Je mehr Sand vor der Mühle angesammelt wird, um so schwieriger wird es, die Turbine – Herzstück der Mühle – in Betrieb zu halten. Ohne sie ist allerdings eine Funktion der Antriebstechnik und damit die Möglichkeit für Besucher, das Innenleben des denkmalgeschützten Gebäudes zu erleben, nicht möglich.

Vor diesem Hintergrund betonte Iking, dass der Heimatverein mit einem Austausch des sanierungsbedürftigen Wehrs durch eine baugleiche Stauklappe nicht einverstanden sei. Das Grundproblem wäre damit nicht gelöst. Der Heimatvereins-Vorsitzende kritisierte die Kommunikation der Gemeindeverwaltung in der Angelegenheit. Er ist sich sicher: „Wir sollten gemeinsam nach einer Lösung suchen.“

Iking erklärte ferner, dass aus Sicht der Heimatfreunde bei der Entscheidung nicht nur der Blick auf die Wasserwirtschaft gerichtet werden solle. Auch der Denkmalschutz sei zu beteiligen, da dieser die Umgebungsbebauung der unter Schutz stehenden Plagemann’schen Mühle mit betrachte. Nachdrücklich forderte Iking die Beteiligung der Öffentlichkeit ein.

Diese sagte Bürgermeister Gregor Krabbe zu: „Alle Beteiligten müssen gehört werden“, redete er einem Runden Tisch das Wort, an dem nicht nur Behördenvertreter, sondern auch die betroffenen Vereine (Angelverein und Heimatverein) sowie die Anlieger zusammen beraten sollten.

Krabbe machte deutlich, dass eine Entscheidung über die Art der Sanierung nach der System- und Variantenprüfung vor diesem Hintergrund nicht vorschnell getroffen werde.

UWG-Fraktionschef Ansgar Stening wies auf den Unmut von Anliegern des Altarms (Kocks Insel) hin, der ebenfalls immer mehr versande. Für die Verwaltung erläuterte Bauamtsleiter Stefan Weßling, dass die Anlage der Neuen Vechte seinerzeit genehmigungskonform und in enger Abstimmung mit den Zuschussgebern durchgeführt worden sei. Dennoch gelte es zu klären, ob es Mittel gegen die Versandung des Altarms und des Flusses vor dem Mühlenwehr gebe.

Bürgermeister Krabbe fasste die Diskussion dahingehend zusammen, dass es sich um ein „vielschichtiges Problem“ handele.

Wie die Gemeindeverwaltung auf Anfrage hin mitteilte, soll ein solcher Termin in der 33. Kalenderwoche, also unmittelbar nach Ende der Sommerferien, anberaumt werden.

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