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Stammzellen-Aktion für Zweijährigen

Die Paten des kleinen Titus bitten um Hilfe

Metelen/Gescher

Der zweijährige Titus ist an Blutkrebs erkrankt. Er ist das Patenkind von Bärbel und Martin Hüning. Die beiden Metelener engagieren sich deshalb für eine Registrierungsaktion der DKMS. Mit ihr erhöht sich die Chance für den kleinen Jungen aus Gescher, eine Stammzellenspenderin oder einen -spender zu finden und so die heimtückische Krankheit, gegen die er seit anderthalb Jahren kämpft, zu besiegen.

Von Dieter Huge sive Huwe

Bärbel und Martin Hüning machen mit Plakaten auf das Schicksal ihres Patenkindes Titus aufmerksam. Sie bitten darum, mit einer Registrierung dazu beizutragen, die Chancen für den Zweijährigen, seine lebensbedrohliche Krankheit zu überstehen, zu erhöhen. Foto: privat

Der kleine Titus ist ein aufgeweckter, quirliger Junge. Gerade einmal zwei Jahre alt, hält er die Familie auf Trab, flitzt durch die elterliche Wohnung. Auf den ersten Blick ein ganz normales Kind – doch der Zweijährige ist an Blutkrebs erkrankt. Vater Jürgen Sie­belt und Mutter Katrin erfuhren die Diagnose, als Titus gerade fünf Monate alt war. Seither bangen sie und die beiden Schwestern von Titus um den Kleinen. Und mit ihnen Titus’ Patentante Bärbel Hüning und deren Mann Martin.

Bärbel und Martin Hüning machen mit Plakaten auf das Schicksal ihres Patenkindes Titus (kl. Foto) aufmerksam. Sie bitten darum, mit einer Registrierung dazu beizutragen, die Chancen für den Zweijährigen, seine lebensbedrohliche Krankheit zu überstehen, zu erhöhen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Die beiden Metelener machen sich in diesen Tagen stark für eine Typisierungsaktion für Titus, der mit seiner Familie in Gescher wohnt. Nach der Erstdiagnose vor anderthalb Jahren musste der kleine Knirps eine monatelange Intensivbehandlung in der Uniklinik in Münster über sich ergehen lassen: Cortison und Chemotherapie, zunächst stationär, danach teils in der Tagesklinik, forderten Titus und auch seine Familie.

Hoffnung: Zelltherapie

Nach einem Rückschlag im März dieses Jahres ruhte die Hoffnung dann auf einer Zelltherapie, in die auch ein Labor in den Vereinigten Staaten eingebunden war. Im Mai sah alles gut aus: Die Leukämie schien besiegt zu sein. „Wir haben einen fast normalen Sommer erleben dürfen“, berichteten die Eltern.

Der nächste Tiefschlag

Vor wenigen Wochen dann der nächste Tiefschlag: Wieder wurde Blutkrebs bei Titus diagnostiziert. Das einzige, was dem Zweijährigen jetzt noch helfen kann, ist eine Stammzellenspende. Kleiner Lichtblick: Der erneute Leukämie-Ausbruch wurde diesmal früh entdeckt. Bis ein passender Stammzellenspender gefunden ist, muss Titus wöchentlich zur Blutentnahme. Verschlechtern sich die Werte, muss wieder mit Chemotherapie begonnen werden.

Die Eltern des Kleinen hoffen jetzt, dass sich möglichst viele Menschen in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) typisieren lassen – vielleicht für Titus, aber auch für viele andere Erkrankte, die auf eine Spende angewiesen sind.

Martin Hüning

Unterstützung erfahren sie dabei nicht nur in ihrem Heimatort Gescher, sondern – dank der Paten aus Metelen – auch im Ort an der Vechte und in Ochtrup. Dort hängten Bärbel und Martin Hüning Plakate auf, die auf das Schicksal des Zweijährigen aufmerksam machen. „Das Schicksal von Titus geht uns natürlich sehr nahe“, sagt Martin Hüning, der im Ort einen Malerfachbetrieb betreibt. Dennoch dürfe nicht vergessen werden, dass jede Registrierung das Potenzial hat, auch anderen Menschen, die auf eine derartige Knochenmarkspende angewiesen sind, zu helfen.

Hüning erläutert, dass sich Interessierte per Online unter www.dkms.de/titus melden können. Sie bekommen daraufhin ein Abstrich-Set zugesandt. Erst dann, wenn eine Übereinstimmung mit einem Erkrankten erkannt wird, kommt der Hausarzt ins Spiel, der weitere Untersuchungen vornimmt. Die Registrierung ist kostenlos. Allerdings ist die DKMS auf Spenden für ihre Tätigkeit angewiesen. Auch diese können über die Online-Seite der Organisation erfolgen.

dkms.de

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