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Fettmarkt: Landfrauen backen für den guten Zweck

Viel Geduld und gute Zutaten

Metelen

Mit jeder Menge Elan – aber auch Geduld – bereiten sich die Metelener Landfrauen auf den Fettmarkt am kommenden Wochenende vor.

Von und

Ohne Rosinen, Haferflocken, Rübenkraut, Weidebuttermilch und viele Brotrezepten Foto: Martin Fahlbusch

Früh aufstehen ist für Landfrauen kein Problem. Aber am Wochenende werden viele von den Metelener Landwirtsgattinen wohl schon um 6 Uhr in der Küche vor den Backöfen stehen. Und das hat seinen leckeren Grund. „Ich bin mir sicher, dass schon unsere Vorgängerfrauen im Landfrauen-Vorstand auf dem Fettmarkt selbstgebackene Brote verkauft haben. Also machen wir das bestimmt schon über 20 Jahre“, rechnet Inge Issinghoff in ihrer Küche in Samberg vor.

Und man wird wieder mit frischer Ware punkten. Und die wird das gesamte Wochenende von ganz vielen Landfrauen geknetet, gebacken und dann zum Bürgerhaus transportiert, um da verkauft zu werden. „Wir haben im hinteren Teil des großen Saales unseren bei vielen schon bekannten Verkaufsstand und da soll es Schlag auf Schlag gehen“, berichtet Sandra Wolbeck. Aus dem Vorstand rühren und kneten mindestens elf Frauen und ganz viele andere machen wie selbstverständlich mit. „Ich gehe davon aus das wir so zwischen 40 und 50 Hobby-Bäckerinnen sind“, rechnet Sabine Spitthoff vor.

Von wegen Hobby – wenn man sich allein das Angebot anschaut, das die Frauen zum Pressegespräch schon gebacken haben und jetzt noch in Issinghoffs Küche abwiegen, rühren und in den heißen Ofen schieben, merkt man: hier sind Profis am Werk. Als Petra Spitthoff durch die Tür kommt, balanciert sie schon ein zuhause gebackenes Schwarzbrot auf einem Holzbrett herein. „Das Rezept ist nicht von Hinkers Mia, wie ich erst dachte, sondern ich habe vergessen woher ich das habe.“

Sagt es und entfaltet einen handgeschriebenen Zettel aus der Hosentasche, dem man schon ansieht, dass der schon häufiger gebraucht wurde. „Brotbacken, dafür braucht man Geduld und Zeit. Extrem ist das beim Schwarzbrot, aber auch beim Rosinenstuten oder bei den verschiedenen Körnerbroten vom Hafer, über Dinkel bis zum Weizen schadet Hektik nur“, betont Sabine Spitthoff.

An beiden Fettmarkt-Tagen kann man sich an den ganz verschiedenen Broten der Landfrauen in Metelen nicht nur sattsehen, sondern diese natürlich auch kaufen. „Diesmal haben wir uns entschieden, den Erlös für die Flutopfer zu spenden“, berichtet Inge Issinghoff – das frische Backwerk schmeckt also nicht nur hervorragend, es hilft auch an ganz anderer Stelle.

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