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Schwere Eichen verfehlen Wochenend-Häuser nur knapp

Waldseegebiet-Anlieger hatten Schutzengel auf ihrer Seite

Metelen

Mehrere mächtige Eichen fielen beim Sturmtief der vergangenen Woche im Waldseegebiet auf die Zufahrtsstraße und in angrenzende Gärten. Es blieb bei Sachschäden. Die Gemeinde entschied, dass aus Gründen der Verkehrsicherheit fast alle Eichen in der Baumreihe gefällt werden müssen.

Von Dieter Huge sive Huwe

Mitarbeiter des Gemeindebauhofs zersägten die umgestürzten Eichen in den Gärten der Anwohner. Mit einem Bagger wurden die Baumstücke von den Grundstücken geräumt.Die Gemeinde ließ nach Rücksprache mit dem Landesbetrieb Wald und Holz fast sämtliche Eichen am Heideweg fällen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Das war eine ganz knappe Sache. Nur hauchdünn verfehlten mächtige Eichen, die vom Sturmtief der Vorwoche entwurzelt wurden, zwei Wochenendhäuser in der Waldsee-Siedlung. Äste trafen dennoch die Gebäude und richteten dort und auch an den Gartenanlagen der Anlieger Schäden an.

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr kann sich eine Anliegerin bei ihrem Schutzengel bedanken. Im Februar hatte eine Eiche aus der langen Reihe am Heideweg dem damaligen Sturmtief Zeynep nachgegeben und war in den Garten des Siedlungshauses gestürzt. Größere Äste hatten am Dach des Gebäudes für Schäden im fünfstelligen Bereich gesorgt.

Die beiden benachbarten Bäume gaben beim jüngsten Gewittersturm dem Angriff des heftigen Windes nach. Einer landete auf einem Rasenstück, nachdem er einen Zaun eingedrückt hatte, ein zweiter beschädigte einen Schuppen, der mit einem Blechdach eingedeckt war.

Bauamtsleiter Stefan Weßling

„Wir haben Glück gehabt, dass nicht noch mehr passiert ist“, zeigte sich Metelens Bauamtsleiter Stefan Weßling erleichtert darüber, dass es bei Sachschäden blieb. Am Donnerstag hatte die Feuerwehr die gefallenen Bäume zersägt, damit die zentrale Zufahrt zum Gebiet, die über den Heideweg führt, wieder befahrbar wurde.

Tags drauf hätten sich Vertreter der Gemeindeverwaltung und des Landesbetriebs Wald und Holz vor Ort getroffen und die Situation beraten. Angesichts der wiederholten Sturmschäden mit den massiven Eichen und mit Blick auf die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde habe Bürgermeister Gregor Krabbe dann die Entscheidung getroffen, beinahe sämtliche Eichen in der Baumreihe fällen zu lassen, berichtete Stefan Weßling.

Zwei Faktoren hätten die Standsicherheit der alten Bäume beeinflusst. Zum einen ist der Grundwasserspiegel in dem Gebiet sehr hoch. Dies werde auch am benachbarten Waldsee deutlich, erläuterte Weßling. Überdies habe es hinter den Eichen, die in einer Reihe unmittelbar an der Fahrbahn des Heidewegs standen, eine Lichtung gegeben, durch die der Wind stark auf die Bäume einwirken konnte.

Baum stürzt auf Grundstück

So auch auf eine dicke Eiche, die am Donnerstag auf ein Grundstück am Fichtenweg gefallen war. „Ich war mit meinem Hund allein zu Hause“, berichtete Ingeborg Zielonka, die umgeben von Grün und Obstbäumen in einem der Häuschen am Fichtenweg wohnt. „Das Rauschen der Bäume war so laut, dass ich mich vorsichtshalber in den vorderen Teil des Hauses begeben habe“, schildert sie den Zeitpunkt, als die Wurzeln der Eiche dem Druck des Windes nachgaben.

Der Baum stürzte auf das Grundstück, begrub eine Streuobstwiese unter sich und beschädigte auch noch eine Laube leicht. Nicht auszudenken, wenn der Baum nur zwei Meter weiter nach rechts zu Fall gekommen wäre.

Stefan Weßling

Mitarbeiter des Bauhofes waren gestern mit Kettensägen ausgerüstet und unter Zuhilfenahme eines Baggers dabei, die Bäume von den Grundstücken zu bergen. Die westlich der Waldseesiedlung stehende Baumreihe war nach der Entscheidung des Bürgermeisters auf ihrer gesamten Länge gefällt worden. „Wir werden im Herbst dort Neuanpflanzungen durchführen“, berichtete auf Anfrage dieser Zeitung Bauamtsleiter Stefan Weßling. Gedacht sei dabei an Stieleichen.

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