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Zwischenbilanz im Freibad Schöneflieth

Noch viel Platz im frischen Nass

Greven

Eigentlich doch perfektes Freibadwetter, oder? Es sind Sommerferien, es ist nicht zu heiß und trocken. Für das Freibad Schöneflieth sind die Besucherzahlen – trotz niedriger Inzidenz – leider bislang nicht besonders hoch. Da ist wirklich noch Luft nach oben. Woran liegt´s?

Von Peter Sauer

Generationsübergreifender Badespaß in den Sommerferien: Maria Baron (71) aus Greven und Enkelsohn Lennox (7) aus Nottuln sind gerne im Freibad Schöneflieth. Foto: Peter Sauer

In den Sommerferien hält es der siebenjährige Lennox in Nottuln nicht mehr aus. Dann besucht er regelmäßig seine Oma Maria Baron in Greven. Und dann kennen beide nur ein Ziel: Ab ins Freibad Schöneflieth.

„Schwimmen ist besser als Fußball“, sagt der siebenjährige Lennox und schwimmt mit kräftigen Zügen fast synchron mit seiner Oma, Marion Baron. „Müssen denn alle nach Malle? Hier im Freibad ist es doch auch schön“, sagt die 71-Jährige. „Ich hatte es mir hier im Freibad wirklich voller vorgestellt.“

Fast wie im seichten Meer: Maria Baron und Enkel Lennox (7) freuen sich derzeit im Freibad Greven so viel Platz zum Schwimmen zu haben. Foto: Peter Sauer

Trotz der anhaltend warmen und trockenen Tage finden sich am frühen Mittwochnachmittag nur rund 60 Badegäste im Freibad Schöneflieth ein. Ausverkauft sind dagegen die Vormittage im Freibad. „Die sind derzeit nur für unsere Schwimmkurse in Kooperation mit dem SV Greven reserviert“, sagt Schwimmmeister Martin Schröder, „und da ist jeder Platz besetzt.“ Da es ja durch den Lockdown lange keine Schwimmkurse gab und sich bundesweit auch die Unglücksfälle häuften, sei das Interesse jetzt sehr groß, Schwimmen zu lernen.

2020 im Vergleich zu 2021

Vor der Corona-Pandemie zählte das Freibad Schöneflieth bis zu 3000 Besucher an einem Sommertag. Pandemiebedingt konnte das Bad im vergangenen Jahr nur vom 16. Juni bis 6. September öffnen und nach den damaligen strengen Vorschriften nur maximal 150 Personen gleichzeitig hereinlassen.

Aktuell freut sich Schwimmmeister Martin Schröder über die „Inzidenzstufe Null“. Bis voraussichtlich 5. September kann er so viel Badegäste rein lassen, wie reinpassen. „natürlich nur solange die Corona-Zahlen in Greven niedrig bleiben.“

Schwimmmeister Martin Schröder Foto: Peter Sauer

Desinfiziert wird jetzt nur noch in der Mittagspause und abends nach Schließung des Bades. Nur noch im Umkleidebereich muss Maske getragen werden. „Vor allem ältere Menschen freuen sich, dass sie jetzt wieder so ins Bad kommen, ohne vorherige Onlinebuchung mit genauem Zeitfenster."

Junge Leute brechen weg

Bis dato zählt das Bad mehr Besucher als in der kompletten, allerdings deutlich verkürzten und eingeschränkten Badesaison 2020. An den extrem heißen Tagen dieses Frühsommers kamen über 500 Badegäste. Trotz warmer Temperaturen schrecke der wolkig-graue Himmel in den vergangenen Tagen jedoch gerade junge Leute und Familien vom Besuch ab. „Mit 100 bis 200 Gästen am Tag läuft es derzeit nur durchwachsen“, sagt Schwimmmeister Martin Schröder (62). „Einige Stammgäste kommen weiterhin bei Wind und Wetter, aber weniger als vor der Pandemie. Die Feierabendschwimmer im Bademantel kommen gar nicht mehr.“

Fehlende Planungssicherheit

Das Arbeiten als Schwimmmeister sei anstrengender geworden: „Wegen Corona kann man nichts mehr planen.“ Daher gebe es dieses Jahr keine Events und auch der Kiosk hat zu. „Bei einigen früheren Badegästen ist noch zu stark die Vorsicht da“, sagt Schröder, „sie trauen den neuen Lockerungen noch nicht ganz so über den Weg.“ Ganz anders bei Maria Baron und ihrem Neffen Lennox, die merklich Spaß beim Bahnenziehen haben.

Maria Baron und Enkelsohn Lennox aus Nottuln sind gerne im Freibad Schöneflieth in Greven Foto: Peter Sauer

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