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Offenes Singen des Heimatvereins

Atmosphäre ist kaum zu toppen

Nordwalde

Nach der Corona-Pause fand das Offene Singen des Heimatvereins wieder statt – und es war eine Veranstaltung voller Premieren. Die Atmosphäre mit dem malerischen Hofgebäude, Kornspeicher sowie Tischen und Stühle unter den großen Bäumen bei Reckfort trug zum Gelingen des Abends bei.

Von Sigrid Tersteggeund

Nach der Corona-Pause fand das Offene Singen des Heimatvereins wieder bei Reckfort statt. Foto: Sigrid Terstegge

Zahlreiche Premieren gab es am Donnerstagabend beim Offenen Singen des Heimatvereins. So wurden etwa die beiden Liedertexthefte „eingesungen“. Hefte mit hochdeutschen und Büchlein mit plattdeutschen Liedtexten lagen auf den Tischen verteilt. Auch der Einsatz der komfortablen Sitzkissen, hergestellt in der Schäferei Reckfort, war eine Premiere. „Und das Mikrofon, durch das ich jetzt spreche, ist ebenfalls ganz neu“, freute sich Margret Bockholt, die für die Abteilung Plattdeutsch im Heimatverein zuständig ist.

„Glücklicherweise haben wir Leute wie unseren Vorsitzenden Werner Dirksen, die sich die Mühe machen und komplizierte Förderanträge ausfüllen“, betonte Bockholt. So war aus dem Topf „Neustart miteinander“ des Landes NRW finanzielle Unterstützung an den Heimatverein gegangen.

Gabriele Sackarendt (kl. Bild, v.l.) spielte Schifferklavier, Margret Bockholt und Agnes Drees leiteten das Singen. Foto: Sigrid Terstegge

Nach mehr als zwei Jahren Corona-Pause trafen sich sangesfreudige Menschen auf dem historischen Gräftenhof Reckfort. Zwischen dem malerischen Hofgebäude, Kornspeicher und Remise waren Tische und Stühle unter den großen, alten Bäumen aufgestellt worden. Mehr Atmosphäre ging eigentlich kaum noch.

Margret Bockholt und Agnes Drees, die auch die Texte für die Liederbücher abgetippt hatte, leiteten das Singen. Musikalisch war Ga­briele Sackarendt mit ihrem Schifferklavier tonangebend. Sackarendt begleitet ebenfalls den Kiepenkerlchor. „Da bin ich wohl der einzige weibliche Kiepenkerl“, meinte sie mit einem Augenzwinkern.

Nach dem ersten Liedblock von vier Stücken hatten sich alle warm gesungen. Ob „Hoch auf dem gelben Wagen“ oder „Freit ju an‘t Liäwen“ – die Melodien waren allen bekannt. Während der kleinen Sangespause gingen besorgte Blicke zum Himmel, der immer mehr von düsteren Wolken bedeckt wurde. Da passte das Lied „Wir lieben die Stürme“ irgendwie ganz gut zur Situation. Inzwischen waren die Grillwürstchen fertig und auch bald verzehrt. Dann konnte man schon ein dumpfes Donnergrollen in der Ferne hören. Schnell wurde aufgeräumt und in die Stube des Hauses umgezogen. Nach einer Weile konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die meistens mit dem Rad gekommen waren, dann den Heimweg trocken antreten.

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