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Jonas Born wird neuer Pastoralreferent in St. Dionysius

Auf Umwegen zur Theologie

Nordwalde

Als Jonas Born vor einigen Jahren Familie und Freunden verkündete, dass er Theologie studieren wird, war bei einigen die Überraschung groß. Born hat die Entscheidung aber offenbar nicht bereut. Ab dem 1. August wird er neuer Pastoralreferent in der Pfarrgemeinde St. Dionysius.

wn

Jonas Born verstärkt ab dem 1. August als Pastoralreferent das Seelsorgeteam in der Pfarrei St. Dionysius. Seine Vorgängerin Ursula Lappe hatte die Pfarrgemeinde Ende März in Richtung Horstmar verlassen. Foto: Bischöfliche Pressestelle / Gudrun Niewöhner

Jonas Born hat beruflich schon einiges gemacht. Nach dem Abitur studierte der 36-Jährige ein Semester Elektrotechnik, anschließend arbeitete er im Transportunternehmen seines Vaters. Doch schnell war dem Saarländer klar, dass er die Firma nicht übernehmen möchte. Er zog nach Münster und schrieb sich für katholische Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität ein.

Nach Diplom und Ausbildung verstärkt Jonas Born ab dem 1. August (Samstag) als Pastoralreferent die Nordwalder Pfarrei St. Dionysius, schreibt die Bischöfliche Pressestelle in einem Pressetext. Borns Beauftragung durch Münsters Bischof Dr. Felix Genn bekommt er zusammen mit 21 weiteren Pastoralreferenten aus dem Bistum am 27. September (Sonntag) im Gottesdienst um 14.30 Uhr im St.-Paulus-Dom.

Entscheidung zum Theologie-Studium liegt nahe

Aufgewachsen ist Jonas Born katholisch sozialisiert in einem 1000-Seelen-Dorf. Der Vater war lange Vorsitzender des Pfarreirates, die Schwester Messdienerin. „Der sonntägliche Gottesdienstbesuch gehörte bei uns einfach dazu“, erinnert er sich. Bis er 16 Jahre alt war: „Ab da habe ich mich geweigert, mit in die Kirche zu gehen.“

Als er Familie und Freunden Jahre später verkündete, er werde Theologie studieren, „da war bei einigen die Überraschung schon groß“, sagt Jonas Born mit einem Schmunzeln. Für ihn selbst lag diese Entscheidung nahe: In der Schule habe ihn der Unterricht seiner Religionslehrerin immer sehr interessiert: „In der Theologie vereinen sich zudem meine verschiedenen Leidenschaften – unter anderem für Sprachen und Geschichte.“

Pastorale Arbeit lebt von Beziehungen

Auch als Student blieb er vielseitig interessiert. Er trat dem katholischen Studentenverein „Germania“ bei, arbeitete im Sicherheitsdienst für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe und jobbte im Cineplex. Den Studienabschluss in der Tasche, ging Jonas Born für die dreijährige Pastoralassistentenzeit in die Pfarrei St. Agatha nach Dorsten, einer Stadt zwischen südlichem Münsterland und nördlichem Ruhrgebiet, die aufgrund ihrer Größe und der Mentalität der Menschen so ganz anders ist als sein neuer Einsatzort Nordwalde: „Aber genau dieser Gegensatz macht die Herausforderung so spannend.“

Mit Pfarrer Ulrich Schulte Eistrup hat sich der Neue im Team schon getroffen. Welche Aufgaben er künftig übernehmen soll, haben die beiden aber noch nicht geklärt: „Ich freue mich erst einmal, die Menschen in der Gemeinde kennenzulernen.“ Denn, davon ist er überzeugt, pastorale Arbeit lebt von Beziehungen. Seinen Lieblingsbibelvers aus dem zweiten Korinther-Brief zitiert er in diesem Zusammenhang augenzwinkernd: „Lasst euch doch ein wenig Unverstand von mir gefallen! Aber das tut ihr ja.“

In den kommenden Wochen wird Jonas Born mit seiner zukünftigen Frau nach Nordwalde ziehen. Eine Wohnung hat das Paar gefunden. Dann wird er vielleicht auch wieder mehr Zeit für seine Hobbys haben. Neben Schach gehört dazu das Zubereiten von Kaffee. Nicht mit der Maschine oder dem Automaten, er brüht per Hand auf und das auf verschiedenste Weise.

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