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Familienzentrum Wemhoff als „Faire Kita“ zertifiziert

Auszeichnung mit Leben füllen

Nordwalde

Freude beim Familienzentrum Wemhoff: Die Einrichtung hat mit einem „Fairen Frühstück“ gefeiert, dass sie als „Faire Kita“ zertifiziert worden ist – als dritte in Nordwalde. Bereits seit Jahren beschäftigt sich das Familienzentrum mit Themen wie Fairer Handel, Nachhaltigkeit, regionale und saisonale Ernährung.

Freude bei allen Beteiligten: Das Familienzentrum Wemhoff darf sich nun als Foto: Vera Szybalski

Im Supermarkt steuerten die Kinder aus dem Familienzentrum Wemhoff zielstrebig den Orangensaft mit „Fairtrade“-Logo an, erinnert sich Leiterin Andrea Werning. Lilo Paßlick vom Arbeitskreis Faire Woche erlebte das Gleiche im Weltladen: Das „Fairtrade“-Logo erkannten die angehenden Schulkinder sofort. Zwei Erlebnisse, eine Lehre daraus: Die Themen Fairer Handel, Nachhaltigkeit, regionale und saisonale Ernährung können bereits kleinen Kindern näher gebracht werden.

Im Familienzentrum Wemhoff haben sie Erfahrung damit. Seit Jahren beschäftigt sich die Kita mit den Themen, kauft fair gehandelte Lebensmittel und zuletzt auch Spielzeuge. Vorläufiger Höhepunkt des Projekts: Die Einrichtung ist als „Faire Kita“ zertifiziert worden, als dritte in Nordwalde. „Wir sind sehr stolz, dass wir das geschafft haben“, sagte Andrea Werning. Das, was sie schon leben würden, sei nun bestätigt worden.

Feier mit einem „Fairen Frühstück“

Um die Zertifizierung zu feiern, hatte das Familienzentrum zu einem „Fairen Frühstück“ mit nachhaltigen, fair gehandelten und regionalen Produkten eingeladen. Neben den angehenden Schulkindern nahmen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Kirchengemeinde St. Dionysius als Träger, des Arbeitskreises Faire Woche und Eltern teil.

Bürgermeisterin Sonja Schemmann erinnerte sich an die Anfänge, als Fairtrade noch unbekannt war und Fürsprecher noch um Akzeptanz kämpfen mussten: „Jetzt weiß jeder, was das ist.“ Und dass dies auch bei den Jüngsten der Fall ist, dafür sorgen „Faire Kitas“ wie das Familienzentrum Wemhoff. Die angehenden Schulkinder haben sich beispielsweise mit den Lebensbedingungen von Mädchen und Jungen in anderen Ländern beschäftigt und gelernt, dass Kinder dort manchmal sogar arbeiten müssen.

Kinder sind offen für das Thema

„Wir haben mit den Kindern überlegt, wie wir das Projekt umsetzen wollen. Denn es gibt wenig Material für Kitas“, sagte Elisabeth Helmig, die das Projekt maßgeblich begleitet hat. Weil die Kinder gerne Erdbeeren essen und diese auf großen Feldern häufig von Menschen aus Osteuropa gepflückt werden, hat sich das Familienzentrum für ein Erdbeerprojekt entschieden. Es wurden selbst Erdbeeren gepflückt, diese später verarbeitet und ein Erdbeerfest gefeiert.

Die Mädchen und Jungen seien für das Thema „total offen“ gewesen, sagte Helmig. Auch sie erinnerte sich daran, wie die Kinder beim Einkaufen auf die „Fairtrade“-Logos achteten. Sensibilisiert wurden die Jüngsten auch für saisonalen und regionalen Einkauf. Das Thema Wasser griff die Kita angesichts der Knappheit im Sommer ebenfalls auf.

Zertifiziert für drei Jahre

Bis 2025 ist das Familienzentrum Wemhoff als „Faire Kita“ zertifiziert. Ausruhen will sich die Einrichtung auf der Auszeichnung nicht. Stattdessen soll das Label in den nächsten Jahren weiter mit Leben gefüllt werden. So wie zuletzt schon.

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