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Unmut bei Verdi-Mitgliedern von Real in Nordwalde

Beschäftigte seit mehr als zwei Jahren hingehalten

Nordwalde

Wie es mit dem Real in Nordwalde weitergeht, wissen die Beschäftigten immer noch nicht. Das sorgt für Unmut: Die Verdi-Mitglieder von Real sind zu einer Mitgliederversammlung zusammengekommen. Die Gewerkschaftssekretärin für den Handel, Gaby Beuing, sagte: „Wertschätzung sieht anders aus.“

Die Verdi-Mitglieder von Real in Nordwalde sind sauer, dass sie bis heute nicht erfahren haben, wie es mit dem Markt weitergeht. Foto: Verdi

Sie sind stinksauer und enttäuscht: Die Verdi-Mitglieder von Real in Nordwalde haben sich am Sonntag zu einer Mitgliederversammlung getroffen. „Nachdem am Samstag in der Presse veröffentlicht wurde, dass es immer noch nicht klar ist, dass ein Käufer für den Standort Nordwalde gefunden wurde, haben die Verdi-Mitglieder ihren Unmut darüber geäußert“, schreibt der Bezirk Münsterland der Gewerkschaft in einer Pressemitteilung. Mittlerweile würden die Beschäftigten seit mehr als zwei Jahren hingehalten.

Zuerst wurde ihnen mitgeteilt, dass sie ab 2019 nicht mehr nach dem Tarifvertrag für den nordrhein-westfälischen Einzelhandel bezahlt werden. Danach wurde Real an SCP Retail Investments verkauft. „Real bleibt somit ein tarifloses Unternehmen“, so die Gewerkschaft weiter. Das habe zur Folge, dass Kolleginnen und Kollegen für die gleiche Arbeit völlig unterschiedlich bezahlt werden. Mit diesem Verhalten setze SCP wie schon die Metro die Spaltung der Real-Beschäftigten auch in Nordwalde in eine Vier-Klassen-Gesellschaft fort.

Wertschätzung sieht anders aus

Ziel der SCP Retail Investments sei es, alle Real-Häuser zu verkaufen. „In der Corona-Pandemie haben die Beschäftigten in Nordwalde Herausragendes geleistet und dem Unternehmen einen Wahnsinnsumsatz abgeliefert. Die Verdi-Mitglieder sind stinksauer und auch enttäuscht, dass sie bis heute nicht erfahren, wie es am Standort Nordwalde weiter geht“, schreibt Verdi. Wertschätzung sehe anders aus, so die Gewerkschaftssekretärin für den Handel, Gaby Beuing.

Es sei eine Unverschämtheit der SCP Retail Investment, die Beschäftigten so lange hinzuhalten. Die Mitarbeitenden wollen endlich wissen, wie die Zukunft für den Standort Nordwalde aussieht. „Diese Unsicherheit ist unerträglich für die Beschäftigten und für die Kunden“, erklärt die Gewerkschaft und weist auf die nächste Verdi-Mitgliederversammlung im November hin.

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