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Drittimpfungen im Altenzentrum

Besser aufgestellt für den Winter

Nordwalde

Die Corona-Pandemie machte den Bewohnerinnen und Bewohnern des St.-Augustinus-Altenzentrums im vergangenen Winter schwer zu schaffen. Bis alle Frauen und Männer geimpft werden konnten, dauerte es eine Weile. Nun ist die Lage besser: 96 Prozent der Bewohner, die durften, haben bereits ihre dritte Impfung gegen das Coronavirus erhalten.

Von Vera Szybalskiund

Frank Emschermann und Einrichtungsleiterin Martina Gottdang mit Günter Schrammel, Mitglied des Bewohnerbeirats, der zum dritten Mal gegen das Coronavirus geimpft wurde Foto: St.-Augustinus-Altenzentrum

Eine neue Corona-Welle und dann auch viele Infektionen in der Einrichtung, zudem immer wieder verschobene Erstimpfungen – es war kein leichter Winter im St.-Augustinus-Altenzentrum vor knapp einem Jahr. Wiederholen soll sich das nicht, dafür haben auch die Bewohnerinnen und Bewohner gesorgt: 96 Prozent von denen, die durften, haben in der vergangenen Woche ihre dritte Impfung gegen das Coronavirus erhalten, berichtet Geschäftsführerin Dr. Susanne Sünderkamp.

Hausärzte

Wer vor mehr als sechs Monaten seine zweite Dosis erhalten hat, konnte nun die Auffrischimpfung bekommen. Dafür waren die Nordwalder Hausärztinnen und Hausärzte Frank Emschermann, Dr. Kristina Leicht und Dr. Jutta Siefert ins Altenzentrum gekommen. Sie impften 127 Personen an einem Tag. Nicht nur stationäre Bewohner, sondern auch welche aus dem Haus Damiano, dem Betreuten Wohnen und Gäste der Tagespflege.

Die Ärzte hätten auch noch mal rund um die Impfung aufgeklärt, wenn das gewünscht wurde, berichtet Sünderkamp: „Das haben auch welche intensiv in Anspruch genommen.“ Die Zusammenarbeit mit den Nordwalder Hausärzten sei wieder rund gelaufen: „Die haben viel mitbekommen, wie es im letzten Winter bei uns gelaufen ist. Denen ist auch wichtig, dass alle gut versorgt sind.“

95 Prozent

Ebenfalls ihre dritte Impfung, dann allerdings bei ihrem jeweiligen Hausarzt, können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Altenzentrums erhalten. In Nordwalde hätten sich viele Angestellte impfen lassen, sagt Sünderkamp. Mit 95 Prozent sei die Quote ähnlich hoch wie bei den Bewohnern. „Es gab wohl welche, die im Frühjahr noch gezögert, dann aber nachgezogen haben.“ Bei anderen würden gesundheitliche Gründe gegen eine Impfung sprechen. Es gebe wenige Umfelder mit einer höhern Impfquote.

Mit den erfolgten Auffrischimpfungen können Bewohner und Mitarbeiter etwas entspannter auf die kommenden Monate blicken. „Prima, dass ich die dritte Impfung so schnell erhalten habe, jetzt fühle ich mich sicher“, habe Helmut Harleman, der Vorsitzende des Heimbeirates, gesagt, erzählt Sünderkamp und ergänzt: „Wir gehen viel optimistischer in den Winter.“

Auffrischung

Aus den Bedingungen, die sie vor gut einem Dreivierteljahr hatten, hätten sie das Beste gemacht, ist Sünderkamp überzeugt: „Das war echt eine riesige Herausforderung. Alle haben so viel Herzblut darein gesteckt. Aber das braucht kein Mensch noch mal.“ Die Einrichtungen konnten oftmals nur reagieren. Die Impfungen ließen mitunter auf sich warten. „Das ist jetzt ein anderer Ansatz, das ist vorausschauend“, sagt Sünderkamp. Die Auffrischimpfungen seien mit System vorbereitet worden. Das entspreche auch viel mehr dem, wie im St.-Augustinus-Altenzentrum gearbeitet werde.

Die Einrichtung ist besonnen geblieben und nicht zu viel Risiko gegangen, auch nach den erfolgten Zweitimpfungen. Sünderkamp: „Wir lockern nur ganz dezent und vorsichtig. Damit sind wir ganz gut gefahren.“ Wenn es Impfdurchbrüche gibt, was schon vorkommt, werden die Schutzmaßnahmen punktuell hochgefahren: Mitarbeiter tragen dann wieder FFP2-Maske, Visier und Schutzkittel.

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