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Jahreshauptversammlung der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB)

Das Handtuch noch nicht geworfen

Nordwalde

Nicht nur Wahlen zum Vorstand gab es in der Jahreshauptversammlung der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Nordwalde am Sonntag im Pfarrsaal. Die Mitglieder diskutierten vor allem aufgrund der mangelnden ehrenamtlichen Bereitschaft über eine eventuelle Auflösung des Ortsverbands. Doch die KAB war sich schlussendlich jedoch einig, ihre Arbeit in Nordwalde weiter fortzuführen.

Von Sigrid Terstegge

Der aktuelle Vorstand der KAB Nordwalde (v.l.): Zweiter Vorsitzender Klaus Dömer, Kassiererin Claudia Langener, Beisitzer Roland Höffker, erster Vorsitzender Udo Langener, Martina Heinze (wechselt nach 20 Jahren von Schriftführerin zum Festausschuss), Richard Münning (vom ersten Vorsitzenden zum Schriftführer) Foto: Sigrid Terstegge

Auch die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) Nordwalde war durch die Pandemie betroffen. Bei der Jahreshauptversammlung am Sonntag im Pfarrsaal blickte Schriftführerin Martina Heinze auf ein volles Programm 2019 zurück, aber dann war erst einmal Pause. Immerhin waren der italienische Abend im Februar 2019, der E-Bike/Pedelec Kursus mit Polizeihauptkommissar Michael Heimeshoff, Maiandacht, Patronatsfest und Adventsfeier auf vielfach positives Echo gestoßen.

„Momentan haben wir 93 Mitglieder“, erläuterte der Vorsitzende Richard Münning. Bereits 2019 hatte er angekündigt, den Vorsitz in einem Jahr aufgeben zu wollen. Überhaupt war überlegt worden, ob man die KAB Nordwalde nicht auflösen solle.

Arbeitswelt

„Wie die Unterlagen für die Bezirksversammlung demnächst zeigen, haben sich fünf KAB-Vereine bereits aufgelöst“, schilderte Münning. Allerdings sei man zu der Ansicht gekommen, dass die KAB eigentlich immer noch wichtig sei, um sich für eine Arbeitswelt einzusetzen, in der ein Arbeitnehmer von seinem Job leben kann, ohne vom Staat noch Unterstützung beantragen zu müssen. Das arbeitspolitische Problem hatte auch Diakon Konrad Kathmann bereits zu Beginn der Versammlung angesprochen.

Ehrenamt

„Gründe für die Auflösung sind zum Beispiel eine starke Überalterung der KAB“, erklärte Münning. Dazu käme die fehlende Bereitschaft jüngerer Menschen, ein Ehrenamt zu übernehmen. Außerdem verlören die Kirchen an Bedeutung. Dennoch wolle man noch nicht aufgeben.

„Der Verband will neue Strukturen schaffen und die große Werbeaktion, die durch die Pandemie gestoppt wurde, soll jetzt anlaufen“, betonte Münning. Auf jeden Fall sollte jetzt ein Vorstand gewählt werden, der in diese neue Zeit führt, meinte er.

Vorstandswahlen

Dem folgten die Mitglieder und wählten Beisitzer Udo Langener zum neuen ersten Vorsitzenden. Klaus Dömer ist zweiter Vorsitzender. Roland Höffker wurde als Beisitzer gewählt, Claudia Langener als Kassiererin und Münning übernimmt den Posten des Schriftführers.

Die Jubilare der letzten beiden Jahre sollen am 28. November (erster Adventssonntag) bei der Adventsfeier geehrt werden. Ob im Pfarrsaal oder im Altenzentrum St. Augustinus, das steht noch nicht fest. „Wer dafür einen Kuchen backen kann – bitte melden“, forderte der neue Vorsitzende die Mitglieder auf. Musikalisch werden Petra und Andreas Feld die Feier begleiten.

Ideen

Was im nächsten Jahr von der KAB unternommen wird, steht noch nicht ganz fest. Maiandacht und Patronatsfest sollten es aber schon sein. „Wenn jemand Ideen hat, einfach anrufen“, bat Langener um dementsprechende Vorschläge.

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