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Hochwasserschutz

Das Saugwunder

Nordwalde

Brandneu! Die Gemeinde hat in eine leistungsstarke Pumpe investiert, die bei Hochwasser zum Einsatz kommen soll. Wie man mit der neuen Gerätschaft im Ernstfall umgeht, probet die Feuerwehr demnächst.

Pjer Biederstädt

Nigelnagelneu: Die Pumpe zum Hochwasserschutz pumpt 8500 Liter in der Minute und hat mit allen Verbindungsteilen und den Schläuchen insgesamt 20 000 Euro gekostet. Foto: Pjer Biederstädt

Brandneu und ohne Kratzer, blitzsauber und geschniegelt steht sie überdacht in den Hallen des Bauhofs. Die neue Großpumpe ist Teil des Hochwasserschutzkonzeptes der Gemeindeverwaltung. Und kann als Saugwunder bei Überschwemmungen eine wahre Hilfe sein.

„8500 Liter in der Minute kann die pumpen und ist auf der Basis landwirtschaftlicher Technik gebaut“, erzählt Norbert Schröer, Leiter der Feuerwehr und des Bauhofes. Im Grunde ist die rot-silberne Maschine einsatzbereit. Für Ende Januar oder Anfang Februar sind erste Übungen mit dem neuen Gerät geplant. Dann machen sich die Bauhof-Mannschaft und die Feuerwehrleute vertraut mit dem Umgang der 10 000 Euro teuren Pumpe. Noch einmal so viel haben die Verbindungsstücke und vor allem die zwei Schläuche gekostet. Diese sind jeweils 400 Meter lang.

Praktischerweise wird die Pumpe vorne an den Unimog des Bauhofes gesteckt. „Dann kann man sogar dank der langen Schläuche während des Pumpen den Standort wechseln“, erklärt Norbert Schröer.

Eigentlich hätte die Pumpe schon früher getestet werden können. Schließlich wurde sie erstmals im November ausgeliefert. Doch der Bauhof musste sie zur Herstellerfirma zurückschicken, da die Aufhängung nicht genau für den Unimog ausgerichtet war. „War aber kein Problem, den kleinen Fehler hat die Firma sofort behoben, jetzt ist sie einwandfrei“, sagt Norbert Schröer.

Die Anschaffung der leistungsstarken Pumpe ist Teil des Maßnahmenkatalogs der Gemeinde gegen Starkregenereignisse.

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