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Aktion des Reit- und Fahrvereins

Der Nikolaus kommt per Kutsche

Nordwalde

Die Pferde waren als Rentiere oder Weihnachtsmänner verkleidet, die Menschen als Nikolaus und Knecht Ruprecht: So ist eine kleine Gruppe vom Reit- und Fahrverein Nordwalde mit der Kutsche durchs Dorf gezogen, um Nikolaustüten an Kinder zu verteilen.

Matthias Lehmkuhl

Der Nordwalder Reitverein hat Nikolaustüten zu den Kindern gebracht. Die Wallache Filou und Dreamy waren dazu als „Rentiere“ unterwegs. Foto: Matthias Lehmkuhl

Jedes Jahr freuen sich die Kinder im Reit- und Fahrverein (RuF) Nordwalde auf die Nikolausfeier mit Reit-Vorführungen in der vereinseigenen Reithalle. Doch in diesem Jahr hat das Coronavirus der beliebten Veranstaltung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Was also tun? Da ist dem RuF-Vorstand vor zwei Wochen eine glänzende Idee gekommen: Zwei Pferdekutschen, besetzt mit dem Heiligen Mann und seinem Knecht Ruprecht, bringen Nikolaustüten zu den Kindern im Ort.

„Das machen wir zum ersten Mal überhaupt. Vor allem, weil die Kinder in diesen harten Zeiten sonst nichts haben“, sagt Karin Unewisse, RuF-Geschäftsführerin, die einen der beiden Nikoläuse darstellt. Der Verein mit dem ersten Vorsitzenden Franz Josef Melchers und der zweiten Vorsitzenden Rita Barndt hatte diese Aktion über die sozialen Medien kommuniziert, über die die gut gefüllten Nikolaustüten bestellt werden konnten.

Zwei Pferde als Rentiere

„154 werden wir jetzt verteilen. Es sind auch welche aus Borghorst dabei. Wir klingeln nur an der Tür, weil wir kein Kontakt haben dürfen und dann fahren wir weiter“, sagt Karin Unewisse. Diese Aktion sei mit dem Nordwalder Ordnungsamt abgesprochen. Der Vorstand habe der Behörde versichert, dass nur zwei Personen in jeder Kutsche sitzen.

Karin Unewisse sitzt neben Knecht Ruprecht alias Linda Medding in der kleineren der beiden Kutschen. Die Kutsche wird von zwei Shetlandponys, Baldur und Apollo, gezogen. Die beiden haben eine Weihnachtsmann-Mütze auf ihren Köpfen. Die größere Kutsche steuert Nina Melchers als Knecht Ruprecht und Alexa Dröge spielt den zweiten Nikolaus. Filou und Dreamy heißen die zwei Westfalen-Wallache, die als Rentier verkleidet sind und die Kutsche ziehen.

Jubilare werden auch bedacht

„Wir haben vier Stunden Fahrzeit pro Kutsche eingeplant“, erläutert Karin Unewisse. Auch das St.-Augustinus-Altenzentrum wird angefahren. Die Bewohner werden kurz vor der Ankunft an ein großes Fenster gefahren und können so den Nikolaus und seinen Knecht Ruprecht sehen. In den Tüten befinden sich Süßigkeiten, Clementinen und ein Mund-Nasen-Schutz mit einem Rentier drauf. Die Tüten wurden selbstgenäht und sind wiederverwendbar.

Auch 21 Jubilare, die 20, 25 und 30 Jahre dem Reit- und Fahrverein Nordwalde die Treue gehalten haben, erhalten ein kulinarisches Geschenk. „Das sind alle, die wir sonst in der Weihnachtsfeier geehrt hätten“, sagt Nina Melchers. Sie hebt statt ihrer Peitsche die Knecht-Ruprecht-Rute hoch und gibt das Fuhrkommando „Hü!“.

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