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Eine Alternative ist geplant

Die Kirmes fällt erneut aus

Nordwalde

Die Hoffnung, dass die Absage der Kirmes eine einmalige Sache bleibt, wird sich nicht erfüllen. Wie im vergangenen Jahr kann die Kirmes in diesem Herbst erneut nicht stattfinden. Es sei eine gemeinsame Entscheidung der Schausteller und der Gemeinde gewesen, die ihnen „sehr, sehr schwer“ gefallen sei, sagt Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink. Über eine Alternative wird nachgedacht.

Von Vera Szybalski

Mit Maske im Musikexpress: Bereits im vergangenen Jahr fand eine Pop-Up-Kirmes als Alternative zur Kirmes im Ortskern statt. Das wäre in diesem Herbst wieder eine Möglichkeit. Foto: Vera Szybalski

Schlechte Nachrichten für alle Nordwalderinnen und Nordwalder, die auf eine Kirmes im Oktober gehofft hatten. „Wir würden uns alle freuen, wenn wir wieder eine normale Kirmes hätten“, sagt Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink. „Aber diese normale Kirmes kann dieses Jahr nicht stattfinden.“

Ein großes Problem: Die Besucherinnen und Besucher hätten einen Negativtest vorweisen oder belegen müssen, dass sie vollständig geimpft oder genesen sind. Um das kontrollieren zu können, hätte die Kirmes eingezäunt werden müssen, sagt Hilgenbrink. Bei einer Straßenkirmes wie in Nordwalde ist das aber praktisch nicht möglich: „Dann müssten wir ja den ganzen Ortskern einzäunen.“

Kontrollen sind wohl unerlässlich

Wie sich die Corona-Pandemie angesichts der Delta-Variante bis Oktober entwickelt und welche Vorgaben dann ganz genau einzuhalten wären, lässt sich nur schwer vorhersagen. Um die Kontrollen wäre die Gemeinde aber wohl nicht herum gekommen. Und diese wären schon personell nicht zu leisten, meint Hilgenbrink.

Was passiert, wenn eine Kirmes geplant wird, dann aber kurz vor dem Start doch abgesagt werden muss, hat bei den Planungen auch eine Rolle gespielt. „Das Risiko für die Schausteller und für uns ist zu groß, dass die Kirmes dann kurzfristig gar nicht stattfinden kann“, sagt Dagmar Hilgenbrink. In der Situation mal eben einen Plan B aus der Tasche zu ziehen und umzusetzen, ist nicht so einfach möglich.

Dagmar Hilgenbrink

Es sei letztlich eine gemeinsame Entscheidung gewesen, die Veranstaltung abzusagen. „Schade, schade, schade“, bedauert die Ordnungsamtsleiterin den erneuten Ausfall der Kirmes: „Wir hatten gehofft, dass das eine einmalige Sache bleibt.“ Die Entscheidung sei ihnen „sehr, sehr schwer“ gefallen.

Für alle Fans des Karussellfahrens deuten sich aber auch gute Nachrichten an: Es soll wieder eine Pop-Up-Kirmes geben. Noch steht nichts fest, aber Planungen dafür laufen. Auf einem eingezäunten Gelände wären die Kontrollen deutlich einfacher möglich. Deshalb könnte eine Veranstaltung wie der Herbstrummel im Vorjahr eine Alternative sein.

Harte anderthalb Jahre für Schausteller

Das wäre nicht zuletzt für viele Schaustellerinnen und Schausteller wichtig. „Die haben ganz harte anderthalb Jahre hinter sich“, sagt Dagmar Hilgenbrink. Mit dem einen oder anderen habe sie mal gesprochen. Einige würden kränkeln, andere hätten die Zeit genutzt, um zu renovieren, wieder andere wären notgedrungen zwischenzeitlich in andere Berufe ausgewichen. Hilgenbrink: „Es wäre schön, wenn sie irgendwann, irgendwie in das Schaustellergewerbe zurückkehren könnten.“

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