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Gingerbread backen in „Englisch Plus“

Die Sprache mit Leben füllen

Nordwalde

Die Sprache steht in beiden Fächern im Mittelpunkt, was gemacht wird, unterscheidet sich im klassischen Englisch-Unterricht und dem Wahlprofil „Englisch Plus“ aber. In Letzterem drehte sich nun alles um Gingerbread. Weihnachtsbäckerei mal anders.

-vera-

Erst das Rezept angucken, dann den Teig verteilen und ausrollen, schließlich ausstechen und nach dem Backen verzieren: All das haben die Schülerinnen und Schüler der KvG-Gesamtschule am Mittwoch im Wahlprofil „Englisch Plus“ gemacht. Foto: Vera Szybalski

In der Küche der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule werden am Mittwochnachmittag keine Kekse gebacken, sondern „Cookies“. Und die Schülerinnen und Schüler machen auch keine Lebkuchen, sondern „Gingerbread“. Denn die Backaktion findet im Wahlprofil „Englisch Plus“ statt und da wird, klar, englisch gesprochen. Daran erinnert Lehrerin Alexa Brintrup-Feldhaus auch immer noch mal die Schüler, wenn mal auf Deutsch gefragt wird, wo die Teigrolle oder Ausstechformen sind.

Den Teig hatte Alexa Brintrup-Feldhaus schon vorbereitet. Foto: Vera Szybalski

Bevor sich die Schüler des sechsten und siebten Jahrgangs an das Rollen, Ausstechen und Verzieren des Teigs machen, beugen sie sich über das Rezept. Das ist aus einem englischen Kochbuch, wie schon zwei andere Rezepte, die sich die Schüler im Wahlprofil „Englisch Plus“ zuvor erarbeitet haben. Alexa Brintrup-Feldhaus hat die einzelnen Schritte des Rezepts vermischt, die Schüler müssen die richtige Reihenfolge wiederherstellen. Danach schauen sie zur Einstimmung noch einen Film über einen „Gingerbread Man“, bevor sie sich dann mit dem Teig beschäftigen können.

Ausrollen und ausstechen, das übernahmen die Schülerinnen und Schüler. Foto: Vera Szybalski

Dass die Schüler in dem Wahlprofil aktiv werden und etwas andere Dinge als im klassischen Englisch-Unterricht machen, ist nicht ungewöhnlich. „Fordern und fördern in der Fremdsprache durch praktisches Handeln“, das zeichne „Englisch Plus“ aus, sagt Alexa Brintrup-Feldhaus. Die Schüler lernen Traditionen aus englischsprachigen Ländern kennen, nicht nur aus Großbritannien, sondern beispielsweise auch aus Südafrika, Australien, Indien oder den USA.

Das macht besonders viel Spaß: Nach dem Backen wird das Gingerbread verziert. Foto: Vera Szybalski

Beschäftigt hat sich die Gruppe auch schon mal mit der Geschichte des Tees, ältere Schüler haben den Sechst- und Siebtklässlern American Football näher gebracht und sie haben Geschichten auf Englisch erzählt. Wer sich für das Wahlprofil entscheidet, muss nicht zwingend schon sehr gut in Englisch sein. Manche sind schriftlich stark, andere mündlich, entscheidend ist aber vor allem eins: das Interesse an Englisch. „Wichtig ist, dass die Kinder die Sprache mit Leben füllen“, sagt Brintrup-Feldhaus.

Zu Beginn mussten die Schüler die Rezeptschnipsel erst mal sortieren und übten dabei gleich die Aussprache: Die verschiedenen Schritte des Rezepts lasen verschiedene Schüler vor. Foto: Vera Szybalski

Sie hat den Teig schon vorbereitet, aus dem später kleine Gingerbread-Man-Figuren, Engel, Sternschnuppen und Herzen werden. Auf die Schüler wartet am Mittwoch der schönere Teil des Plätzchenbackens: Sie müssen den Teig nur noch ausrollen, dann geht es schon ans Ausstechen und nach dem Backen schließlich ans Verzieren. Dafür hat Brintrup-Feldhaus jede Menge Streusel, Farbe und Rosinen mitgebracht.

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