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Kinderbetreuung und Rettungsdienst

DRK befürchtet Benachteiligungen

Nordwalde

Die Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking (CDU) hat das Nordwalder DRK besucht und sich über aktuelle Entwicklungen informiert. Im Vordergrund standen dabei das Kinderbildungsgesetz (Kibiz) und die Zukunft des Rettungsdienstes vor Ort. Bei beiden Themen wurde deutlich: Die Vertreter des DRK befürchten eine Benachteiligung des ländlichen Raumes.

wn

In Sachen „Kibiz“ nutzten der Vorstand des DRK-Ortsvereins, in dessen Trägerschaft sich das Familienzentrum „Wetterhäuschen“ befindet, und Mitarbeiterinnen der Einrichtung, die Landespolitikerin über ihre Arbeit, aber insbesondere auch Sorgen und Nöte im Zusammenhang mit der Revision des Kinderbildungsgesetzes zu informieren. Sie befürchten eine Benachteiligung von Einrichtungen im ländlichen Raum und baten die Politikerin, sich für die Gleichbehandlung einzusetzen. Schulze Föcking machte deutlich, dass dies auch Ziel der CDU-Fraktion im Landtag sei.

Ein weiteres Thema war die derzeit in der parlamentarischen Beratung stehende Neufassung des Rettungsgesetzes NRW und die im Herbst beginnende Novellierung des Feuerschutz- und Hilfeleistungsgesetzes. Die Vertreter des DRK-Ortsvereins erläuterten an einigen Beispielen, wie wichtig die enge Vernetzung zwischen beiden Aufgabenbereichen auch und gerade für die ehrenamtliche Arbeit vor Ort sei. Die bislang praktizierte Zusammenarbeit habe sich sowohl in der überörtlichen Hilfe als auch vor Ort – zu erinnern sei an das schwere Busunglück im vergangenen Jahr im Suttorf – sehr bewährt und dürfe keineswegs in Frage gestellt werden. Allerdings müsse – gerade auch im Interesse der häufig zur überörtlichen Hilfe herangezogenen kleineren Gemeinden – die Finanzierung dieser Einsätze überdacht werden, um auch hier eine Überforderung des ländlichen Raumes zu vermeiden.

Die CDU-Politikerin zeigte sich beeindruckt über die Leistungsfähigkeit und das breite Spektrum an Hilfsmöglichkeiten, das durch die Ehrenamtlichen des Roten Kreuzes in Nordwalde erbracht wird. Zu diesem Spektrum zählt auch der Dienst der „Sanitäter vor Ort“, der in diesem Jahr schon fast 160 Einsätze hatte, wie die Vertreter des DRK-Ortsvereins berichteten. Übereinstimmung herrschte zwischen allen Gesprächsteilnehmern, dass die Finanzierung ausschließlich aus Eigenmitteln des Roten Kreuzes und Spenden der Bevölkerung der Bedeutung dieses „so eminent wichtigen Dienstes“, wie Christina Schulze Föcking es formulierte, nicht gerecht werde. In Verbindung mit dem Kreis als Träger des Rettungsdienstes und der Gemeinde sollen Wege gesucht werden, dem DRK-Ortsverein finanziell zu helfen. Christina Schulze Föcking sagte ihre Hilfe bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten zu.

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