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Fünfter Garagenflohmarkt der Frauenschützen

Ein Eldorado für Schnäppchenjäger

Nordwalde

Wieder einmal strömten die Massen zum Garagenflohmarkt, organisiert von den Frauenschützen. 118 Stände waren im Dorf verteilt.

Von Sigrid Tersteggeund

Ob Spielzeug, Kleidung, Kuscheltiere oder Weihnachtsdeko – auf der Suche nach allem Möglichen konnten die Besucherinnen und Besucher beim Garagenflohmarkt fündig werden. Zum Jubiläum zog Lars (kl. Bild) Gewinner von Gutscheinen. Foto: Sigrid Terstegge

„Der Tim fand die hässlich“, ruft eine junge Frau zweifelnd ihrer Freundin zu und schwenkt eine zweiteilige, silberfarbene Etagere durch die Luft. „Gar nicht“, antwortet die Freundin und bestätigt den guten Fang auf dem Garagenflohmarkt, der am Sonntag in Nordwalde stattfand. Auf der Etagere lassen sich schließlich ganz hervorragend Kleingebäck, Süßigkeiten oder Fingerfood drapieren und anbieten. Also wird es stolz eingepackt.

Ölgemälde

„Wir haben 118 Stände im Dorf. So viele gibt es in Nachbargemeinden nicht“, erläutert Simone Krause vom Organisationsteam. Bereits zum fünften Mal haben die Nordwalder Frauenschützen sich die Mühe gemacht und diesen Garagenflohmarkt geplant und vorbereitet.

Da es in diesem Jahr ein kleines Jubiläum ist, werden unter den beteiligten Standbetreiberinnen und Standbetreibern fünf Gutscheine von der Werbegemeinschaft verlost. Die Glücksfee ist in diesem Fall männlich, 13 Jahre alt und heißt Lars. Er zieht die Gewinnerinnen und Gewinner, denen an einem noch festzulegenden Tag die Gutscheine überreicht werden sollen. Von dem Erlös, der vom Flohmarkt übrig bleibt, geht eine Spende an die Feuerwehr, betont Krause.

Engel

An der Wallhecke, wo auch der Kuchenstand der Frauenschützen steht, reiht sich fast ein Stand an den anderen. Während auf der einen Straßenseite Schienenbauteile von Märklin im Angebot sind, prangt gegenüber ein großformatiges Ölgemälde mit Sonnenblumen, gemalt im Jahr 1985, wie die Signatur zeigt. „Ja, ist denn schon wieder Weihnachten“, möchte man rufen beim Blick auf die nächste Garageneinfahrt. Kistenweise Weihnachtskugeln in allen Farben sowie Engelchen in Gold und Weiß verlangen nach Eis und Schnee. Vielleicht kommt so ein Wetter ja noch in wenigen Wochen.

Pixi-Bücher

An der Wallhecke, beim Kuchenstand, gibt es für Schnäppchenjäger nicht nur Süßes und Kaffee, sondern auch eine Liste mit den durchnummerierten Ständen und eine Straßenkarte. Wer möchte, kann stattdessen den QR-Code scannen. „Das ist neu“, erklärt Krause. Die Flohmarktgänger und Flohmarktgängerinnen kämen meistens schubweise. „Am Morgen war schon richtig viel los“, so Krause. Gegen Mittag war es etwas ruhiger. Vielleicht nutzten ja auch etliche die Gelegenheit, um sich an der Eichendorffstraße, dem zweiten Startpunkt, mit Grillwürstchen zu versorgen, oder auf der Ernst-Mummenhoff-Straße mit Balkan-Food.

An der Bispingallee lernen Leo, der am Sonntag vier Jahre alt wurde und seine ältere Cousine Hanne, wie das mit der Wirtschaft so funktioniert. „Ich möchte so ein Haus von Lego kaufen“, erzählt Hanne. Da das Taschengeld nicht ausreicht, wird eben etwas verkauft, was gut verzichtbar ist. In diesem Fall Pixi-Bücher, Puppenkleidung, Malzubehör und ein bunter Wassersprenger. Leo erklärt genau, wie das Ding funktioniert.

Wie immer waren besonders die Angebote mit Kinderkleidung und Spielzeug gefragt. Man hätte aber auch eine blaue Gitarre mit guter Saitenlage kaufen können, Barhocker oder zwei Regencapes. „Die hat mein Mann angeschleppt, aber eigentlich können wir die gar nicht gebrauchen“, meint die Anbieterin. Wie heißt es so schön: „Wat dem een sin Uhl, is dem anderen sin Nachtigall“.

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