1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Nordwalde
  6. >
  7. Eine gelungene Zusammenarbeit

  8. >

Gemeinde verleiht einen Heimatpreis an die Werkgruppe des Heimatvereins

Eine gelungene Zusammenarbeit

Nordwalde

Doppelter Grund zur Freude für die Werkgruppe des Heimatvereins: Die Wetterschutzhütte, in deren Bau sie viele Stunden Arbeit gesteckt hat, ist eingeweiht worden. Zugleich verlieh die Gemeinde Nordwalde den Ehrenamtlichen einen Heimatpreis.

Von Vera Szybalskiund

Bei der Einweihung der neuen Wetterschutzhütte in Westerode verlieh Bürgermeisterin Sonja Schemmann einen Heimatpreis an die Werkgruppe des Nordwalder Heimatvereins. Foto: Vera Szybalski

Ein Termin, zwei freudige Anlässe – und beide Male war die Werkgruppe des Nordwalder Heimatvereins involviert. Am Dienstagvormittag weihte die Gemeinde mit Mitgliedern des Heimatvereins, Mitarbeitenden des Bauhofs sowie Nachbarinnen und Nachbarn die neue Wetterschutzhütte in Westerode ein – und verlieh der Werkgruppe dabei zudem den Heimatpreis. Bürgermeisterin Sonja Schemmann überreichte im Beisein ihrer Stellvertreterin Mareike Wissing und ihres Stellvertreters Ewald Pölking sowie Jurymitglied Mechtild Hueske den Preis und eine Urkunde an Werkgruppe-Chef Gerd Hoge.

Im dritten Jahr verleiht die Gemeinde diese Art von Heimatpreis, die mit insgesamt 5000 Euro dotiert ist. Drei Gruppen erhalten einen Preis. Wer genau, darüber werde schon mal diskutiert, am Ende sei sich die Jury aber „immer einig“, sagte Sonja Schemmann. Vor Kurzem ist bereits die Nordwalder Landjugend bedacht worden, als nächstes nun die Werkgruppe. Sie bekommt ein Preisgeld von 2000 Euro. Das könnte in den Kauf neuer Materialien gesteckt werden, wie beispielsweise Holz. Davon verarbeiteten die Ehrenamtlichen reichlich beim Bau der Wetterschutzhütte.

Wetterschutzhütte als Beispiel

Vor etwa einem Jahr hatte die Gemeinde bei der Werkgruppe angefragt, ob die Ehrenamtlichen Ersatz für das alte Bushaltehäuschen an der Stelle schaffen könnten. Das Holz besorgte damals die Gemeinde, die Werkgruppe machte sich an die Arbeit. Die Wetterschutzhütte bietet nicht nur eine Unterstellmöglichkeit für Schülerinnen und Schüler. Mit Bänken und Tischen, die an die Wände geklappt werden können, ist auch eine Möglichkeit zur Rast für Radlerinnen und Radler geschaffen worden.

Bürgermeisterin Sonja Schemmann überreichte Gerd Hoge, Chef der Werkgruppe des Heimatvereins, den Heimatpreis. Foto: Vera Szybalski

Die neue Wetterschutzhütte ist ein Beispiel, das die gute Zusammenarbeit der Werkgruppe mit der Gemeinde dokumentiert. Mit dem Bauhof, als dessen Untervermieter die Werkgruppe fungiert, kooperieren die Ehrenamtlichen ebenfalls gut. Das würdigte Sonja Schemmann auch in ihrer Rede bei der Preisverleihung: „Man sieht, dass diese Zusammenarbeit nicht nur fruchtbar ist, sondern Spaß macht und viel bewirkt.“

Sonja Schemmann

Durch die Corona-Pandemie habe die Kooperation in den vergangenen zwei Jahren eine neue Gestalt angenommen. Aber: „Dabei zeigte sich das gesellschaftliche Engagement in unserer Gemeinde als sehr stabil, finde ich“, sagte Schemmann. Wie oft hätten sie in der Verwaltung in der Zeit gehört, dass die Menschen nur noch an sich selbst denken würden, dass Solidarität lediglich als Floskel erscheine. Vielleicht sei der eine oder andere auch auf einem Egotrip, das sei aber nicht die Mehrheit. „Die Mehrheit sind Menschen wie ihr, Gestalter unseres Ortes“, würdigte Schemmann die Ehrenamtlichen.

Wie beim Bau der Wetterschutzhütte gilt: Wenn die Gemeinde mit einer Idee auf die Werkgruppe zugeht, setzt diese sie um. „Jede Anfrage stellt für euch zwar eine Herausforderung, aber niemals eine unlösbare Aufgabe dar“, sagte die Bürgermeisterin. Das war beispielsweise der Fall, als die Gemeinde mit einer spontanen Idee, Hinweisschilder am Brüggemannsbach aufzustellen, auf die Werkgruppe zuging – und das in etwa zwei Wochen erledigt werden sollte.

Zusammenarbeit als Fundament

Die Ehrenamtlichen bauen aber auch Insektenhotels und Nistkästen, kümmern sich um die fast 70 Bänke in Nordwalde oder übernehmen Reparaturarbeiten. „Diese Zusammenarbeit in Nordwalde ist ein tolles Fundament“, sagte Sonja Schemmann. „Es ist so wertvoll für uns, dass ihr das macht.“ Und wie sollte es anders sein: Die Werkgruppe widmet sich bald schon ihren nächsten Aufgaben.

Startseite