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Sommer-Kunst-Akademie feiert Zehnjähriges mit Kursleiter-Ausstellung

Eine Vision wird Wirklichkeit

Nordwalde

Die Nordwalder Sommer-Kunst-Akademie feiert ihr Zehnjähriges mit einer Kursleiter-Ausstellung: Die „Bielefeld Connection“ auf dem Bispinghof ist jetzt eröffnet worden. Die Kunstwerke stammen von Theodor Rotermund, Elisabeth Lasche, Gottfried Strathmeier und Bruno Büchel.

Von Rainer Nixund

Die Ausstellung „Bielefeld Connection“ ist am Sonntag eröffnet worden. Sophia Hülsing und Antonia Karpa (kl. Bild) sorgten bei der Vernissage für musikalische Untermalung. Die Kursleiter blickten im Gespräch auf die zehn Jahre Sommer-Kunst-Akademie zurück (v.l.): Bruno Büchel, Elisabeth Lasche, Gottfried Strathmeier und Theodor Rotermund. Foto: Rainer Nix

Ob Malerei, Holzschnitt, Grafik, Zeichnung, Collage oder Holzbildhauerei – die alljährliche Nordwalder Sommer-Kunst-Akademie auf dem Bispinghof bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein breites Spektrum. Am Sonntag feierte sie ihr Zehnjähriges mit einer Ausstellung von Werken der Kursleiter und Künstler Theodor Rotermund, Elisabeth Lasche, Gottfried Strathmeier und Bruno Büchel. Sie alle sind mit verschiedenen Schwerpunkten in der Kunstszene Bielefeld aktiv.

Um die freundschaftliche Verbindung mit Nordwalde zu unterstreichen, läuft die Ausstellung unter dem Titel „Bielefeld Connection“. Am Sonntag stand die Vernissage auf dem Programm, die Antonia Karpa am Klavier und Sophia Hülsing am Saxofon musikalisch begleiteten. Die Finissage am 15. August (Sonntag) um 16 Uhr setzt den Schlusspunkt.

Intensive künstlerische Arbeit

„Ich freue mich enorm, dass eine Ausstellung wie diese in der jetzigen Zeit stattfinden kann“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Mareike Wissing. „Das war bis vor kurzem nicht denkbar.“ Die Künstlerinnen und Künstler hätten leider eine recht lange Pause gehabt. „Zehn Jahre Sommer-Kunst-Akademie, das bedeutet zehn Jahre vier Tage lang immer wieder intensive künstlerische Arbeit mit ausgewählten Kunstpädagogen und begeisterten Teilnehmern“, resümierte Annette Quint-Hellenkamp, Vorsitzende des Fördervereins Bispinghof, der die Sommer-Kunst-Akademie veranstaltet. „Eine Vision wurde hier über zehn Jahre lang im August Wirklichkeit“, hob sie hervor und bezeichnete die Veranstaltung als „Kunst und Begegnung im besten Sinne des Wortes“.

Kreativität ist unheimlich anstrengend, doch am Ende waren eigentlich immer alle zufrieden mit ihren Ergebnissen, zu denen sie ganz unmerklich angeleitet worden seien, so Quint-Hellenkamp. Am Abend werde oft gegrillt, Kursteilnehmer, Dozenten und Mitglieder des Fördervereins führten Gespräche „ohne Ende“ über Kunst, aktuelle Tagesthemen sowie „Gott und die Welt“. Nicht zuletzt sei die Akademie ein Zeugnis Nordwalder Gastfreundschaft.

Inspirierendes Ambiente

„Was ich am interessantesten finde, ist, dass manche Teilnehmer Talente entwickeln, von denen sie selbst noch gar nichts wussten“, sagte Rotermund. Das ist für ihn als Kunstpädagoge ein gutes Gefühl. „Wir bauen jeweils eine intensive Gemeinschaft auf, in der man sich gegenseitig gut beraten kann“, meinte Kursleiterin Lasche, „das ist kein typisches Lehrer-Schüler-Verhältnis“. Wie Lasche fand auch Büchel aus der Schweiz das Ambiente des Bispinghofes außerordentlich inspirierend. „Für mich ist es besonders schön, dass in verschiedenen Disziplinen gearbeitet wird. Viele Teilnehmer kommen immer wieder und man sieht über die Jahre den Fortschritt.“

Ähnlich sieht es Strathmeier. „Wir können stolz auf das sein, was in den zehn Jahren von den Kursteilnehmern geschaffen wurde“, betonte er. „Dabei können wir aber auch ein Stück weit stolz auf uns sein, wenn wir sehen, welche Ergebnisse wir herausgekitzelt haben.“

Die Öffnungszeiten der Ausstellung: samstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 11.30 bis 17 Uhr.

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