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IPad wird zum Standard-Lernmittel im Unterricht der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule

Endlich raus aus der „Kreidezeit“

Nordwalde

Die Kardinal-von-Galen-Gesamtschule unternimmt im nächsten Schuljahr einen großen Schritt Richtung „digitale Schule“. Das IPad wird dort zum Standard-Lernmittel im Unterricht. Und das ein Jahr früher, als ursprünglich geplant.

Von Matthias Lehmkuhlund

Ein Jahr früher als ursprünglich geplant, Foto: KvG-Gesamtschule

Wer kennt sie nicht, die klassisch-grüne Schultafel im Klassenzimmer. Generationen von Schulkindern haben Aufgaben an der riesigen Tafel gelöst, ihre Gedanken mit Kreide notiert und erläutert. Sie mussten Tafeldienst leisten und wurden gelobt für eine saubere Schultafel zum Unterrichtsbeginn.

Das grüne Ungetüm gehört jetzt in der der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule mehr oder weniger der Vergangenheit an.

Denn zum nächsten Schuljahr unternimmt die Bildungseinrichtung einen großen Schritt Richtung „digitale Schule“. Aufbauend von den Jahrgängen 5 und 11 wird das IPad zum Standard

 -Lernmittel im Unterricht. „Die Schulkonferenz hat den Weg dazu nach den Osterferien freigegeben – durch den ‚Anschaffungsschub‘ in Coronazeiten ein Jahr früher als ursprünglich geplant“, freut sich die Leiterin der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule, Karla Müsch-Nittel. Unabhängig davon bleiben aber die Informatikräume mit „richtigen“ PCs für komplexere informatische Anwendungen erhalten, zum Beispiel für das Wahlfach Informatik.

„Wir gehen davon aus, dass viele Eltern freiwillig für ihre Kinder

 ein

 IPad anschaffen wollen – das darf dann in der Schule als sogenanntes ‚Bring Your Own Device‘ genutzt werden. Unabhängig davon ist im Unterricht aber für die benötigten Geräte gesorgt“, ergänzt die Schulleiterin. Schülerinnen und Schüler, die kein Ipad besitzen oder ihr privat genutztes nicht mit in die Schule bringen, den wird solch ein Tablet zur Verfügung gestellt.

Die vom Land Nordrhein-Westfalen bereitgestellten IPads, großzügige Anschaffungen des Fördervereins sowie über den Schuletat beschafften mehr als 100 Tablets bilden den Grundstock für das Konzept.

Karla Müsch-Nittel: „Mit der weiteren Umsetzung des Digitalpaktes wird der Bestand kontinuierlich erweitert. Auch die Lehrkräfte sind mittlerweile mit dienstlichen IPads ausgestattet.“ Die Ipads erleichtern gerade jetzt den coronabedingten Wechselunterricht.

Allerdings, so Müsch-Nittel, sollten die Tablets auch künftig nur als Ergänzung zum Präsenzunterricht genutzt werden: „Wir alle sehnen uns nach dem Unterricht im Klassenzimmer. Der ständige Wechsel ist sowohl für unsere Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte auf Dauer keine gute Lösung.“

Auch schon vor der Corona-Pandemie haben die Lehrkräfte des „Digi-Teams“ der Schule sowie der Schulkonferenzausschuss „Digitalisierung“ an dem Thema gearbeitet.

Dazu sind die Gruppen zu vielen Schulen im Umkreis von Nordwalde gereist, in den bereits mehrere Jahre lang der digitale Unterricht fester Bestandteil des Schullebens ist und haben sich dort inspirieren lassen. „Unter anderem waren unserer Lehrkräfte in der Gesamtschule Münster-Mitte, die jetzt den Deutschen Schulpreis erhalten hat“, betont die Schulleiterin.

Die KvG-Gesamtschule habe nunmehr die Voraussetzungen zur Umsetzung des beschlossenen Konzeptes erfüllt. Karla Müsch-Nittel: „Dazu gehört neben der Anschaffung von Endgeräten auch die Verbesserung der Infrastruktur durch den Schulträger, etwa die Einrichtung der Plattform IServ, schnelles Internet und flächendeckendes WLan sowie neue schulinterne Server.“

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