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„Bach 1720“: Ludger Lohmann sitzt wieder an der Orgel

Endlich wieder Live-Musik

Nordwalde

Nach vielen Monaten gibt es wieder ein Konzert in der St.-Dionysius-Kirche: Am 13. Juni kommt Ludger Lohmann erneut nach Nordwalde, um ein Orgelkonzert zu spielen. Es ist das neunte von zwölf Konzerten mit sämtlichen Orgelwerken von Johann Sebastian Bach.

Von Vera Szybalskiund

Ludger Lohmann spielt am 13. Juni (Sonntag) das nächste Orgelkonzert der „Bach 1720“-Reihe. Foto: Rainer Nix

Die lange Pause hat bald ein Ende: Das letzte richtige Konzert in der St.-Dionysius-Kirche ist einige Monate her. Es war das Mozart-Requiem am ersten Oktober-Wochenende vergangenen Jahres. Am 13. Juni (Sonntag) findet nach der coronabedingten Auszeit wieder ein Konzert in der Pfarrkirche statt: Der schon lange geplante nächste Auftritt von Ludger Lohmann steht um 16 Uhr an. Es ist das neunte von zwölf Konzerten mit sämtlichen Orgelwerken von Johann Sebastian Bach.

Überraschend kam die lange Pause für Kirchenmusiker Thorsten Schlepphorst nicht, die Freude ist dennoch groß: „Endlich ist es wieder so weit, dass wir in der Kirche Konzerte veranstalten dürfen.“ So langsam füllen sich die Terminkalender wieder, auch bei Lohmann, hat Schlepphorst von dem Organisten erfahren.

Orgel kann zeigen, was sie kann

Das Programm am 13. Juni steht unter der Überschrift „Wer nur den lieben Gott lässt walten“. Neben Choralbearbeitungen, die sich des Themas Gottvertrauen annehmen, werden als freie Orgelwerke das a-moll Concerto, die frühe E-Dur Toccata und Praeludium und Fuge a-moll zu hören sein, schreibt Schlepphorst in einer Ankündigung. Außerdem erklinge der ganze Klangreichtum der Mencke-Bensmann-Orgel in der Partita über „O Gott, du frommer Gott“. „Im Jahr der Orgel kann unser Instrument nun auch außerhalb der Liturgie zeigen, was es kann“, so Schlepphorst.

Es gelten die entsprechenden Corona-Schutzmaßnahmen. Die Besucherinnen und Besucher müssen eine medizinische Maske tragen und einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen. Alternativ müssen sie von Corona genesen oder vollständig geimpft sein. Der Eintritt an der Abendkasse kostet acht Euro.

„Feierabendmusik“ geht weiter

„Im März mussten wir unser Konzert ja leider absagen und haben stattdessen – mit stark verkürztem Programmablauf – eine Passionsandacht am Palmsonntag gefeiert“, schreibt Schlepphorst. Diese Andacht wurde bei Youtube gestreamt und hat viele Menschen erreicht, die auch ohne Corona-Beschränkungen sich nicht zum Konzert hätten aufmachen können. Auch das Konzert am 13. Juni wird für zwei Tage über die Homepage der Pfarrgemeinde zu hören sein. „Aber live ist natürlich schöner“, so Schlepphorst.

Noch vor den Sommerferien wird es zudem ein zweites Live-Konzert geben: Mit der „Feierabendmusik“ führt Thorsten Schlepphorst eine zweite Konzertreihe fort. Am 30. Juni (Mittwoch) wird das Ensemble „Concert Royal“ aus Köln zu Gast sein. Karla Schröter und Willi Kronenberg, ein Schüler von Ludger Lohmann, musizieren Musik für Barock-Oboe und Orgel. Die Feierabendmusik findet wie gewohnt um 5 vor 7, also 18.55 Uhr, statt.

Nächstes Großprojekt ab September?

Thorsten Schlepphorst hat auch schon die Zeit nach den Sommerferien im Blick: „Die ‚Feierabendmusik‘ würde ich gerne wieder regelmäßig machen.“ Im September ist zudem ein Konzert mit einer Gambistin in der Friedhofskapelle angedacht. Außerdem möchte Schlepphorst im September langsam das nächste Großprojekt angehen. Dabei geht er pragmatisch ans Werk: „Es ist einfach so, wir planen etwas und wenn wir das dann absagen müssen, müssen wir es absagen.“ Aber wenn erst etwas geplant werde, nachdem die Pandemie vorbei ist, verlöre man durch die nötige Vorbereitung viel Zeit.

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