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Planungsausschuss diskutiert über Gestaltungskonzept

Es ist noch vieles offen

Nordwalde

Eine einheitliche Gestaltung des öffentlichen Raums im Ortskern – das ist das Ziel, das die Gemeinde verfolgt. Eine erste Skizze für ein Gestaltungskonzept hatte die Planungsgemeinschaft pbh – SWUP vorgestellt. Eine Möglichkeit, mehr erst mal nicht. Der Planungsprozess befindet sich noch im Anfangsstadium.

Von Vera Szybalskiund

So könnte ein Unterstand auf dem Rathausplatz aussehen. Diese Idee präsentierte die Foto: pbh / SWUP

Wenn in ein paar Jahren alles fertig ist, wird der Nordwalder Ortskern ganz anders aussehen als jetzt. Allein schon durch das neue Bürgerzentrum. Wie genau der Ortskern sich künftig präsentiert, da ist noch vieles offen. Für das neue Bürgerzentrum hat sich der Rat in seiner Sondersitzung am vergangenen Donnerstag entschieden. Kein Beschluss ist zum Gestaltungskonzept für den Ortskern gefasst worden, für das die Planungsgemeinschaft pbh – SWUP eine erste Skizze vorgestellt hatte.

In der Sitzung des Planungs-, Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses am Dienstagabend äußerten sich die Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker zu dem Vorschlag. An eines erinnerten Bürgermeisterin Sonja Schemmann und Claus Ufermann aus der Stabsstelle gleich zu Beginn der Diskussion noch mal: Das Gestaltungskonzept dreht sich nicht nur um den Rathaus- und den Amillyplatz, sondern umfasst den Ortskern vom Kreisverkehr an der Grevener Straße sowie dem künftigen Kreisverkehr an der Felix-Fraling-Straße und über die Amtmann-Daniel-Straße bis zum ehemaligen ZOB. Dieses gesamte Gebiet soll vom Boden über die Bänke bis zur Beleuchtung einheitlich gestaltet werden und als Ortskern erkennbar sein.

Planung im Anfangsstadium

Wie das aussehen könnte, dafür hatte die Planungsgemeinschaft pbh – SWUP eine Möglichkeit präsentiert. Von der Bahnhofstraße könnte ein Weg zum Bürgerzentrum führen. Angrenzend an den Weg und die Bahnhofstraße könnten sich die Planer einen dreieckigen Unterstand vorstellen, an dem Bürgerinnen und Bürger sich sammeln, erste Informationen erhalten und auf den Bus warten können, der an dieser Stelle der Bahnhofstraße halten könnte. Links vom Haupteingang könnten Besucherparkplätze entstehen. Auf dem Rathaus- und dem Amillyplatz hatten die Planer Wasserspiele vorgeschlagen, die dem Canal de Briare aus Amilly und den Bachläufen aus Nordwalde nachempfunden sind. Neben gepflanzten Bäumen könnten mobile Pflanzboxen aufgestellt werden. Claus Ufermann hatte gezeigt, dass künftig weitere Stellplätze auf der Amtmann-Daniel-Straße entstehen könnten. Einen großen Parkplatz auf dem Rathausplatz wie jetzt soll es künftig nicht mehr geben.

Die Skizze ist nur ein Beispiel, wie die Plätze künftig aussehen könnten. Der gesamte Planungsprozess befindet sich noch im Anfangsstadium. Die Ausschussmitglieder stimmten am Dienstagabend dafür, dass der Prozess unter Beteiligung der benötigten Planungsbüros und der Öffentlichkeit fortgeführt wird. Eine schnelle Entscheidung muss nicht fallen. „Wir können uns Zeit lassen, das in Ruhe zu bedenken und zu bearbeiten“, sagte Sonja Schemmann. Ein ganz wichtiges Thema sei die Verzahnung der verschiedenen Planer.

Sven Hülskötter (CDU)

In den Fraktionen sorgte das Thema für Gesprächsstoff. „Wir haben sehr lange und sehr kontrovers darüber diskutiert“, sagte Sven Hülskötter (CDU), der sich für eine ganzheitliche Planung aussprach, bei der etwa auch die Verkehrsplaner einbezogen werden. Genau das soll geschehen. Ob die Bachläufe mit den Problemen, die sie bei Starkregenereignissen mit sich bringen und die der Gemeinde in den vergangenen Jahren „einen Haufen Geld und Ärger“ bereitet haben, als Sinnbild auf den Platz kommen sollten, hinterfragte Gustav Böller (CDU). Er kritisierte zudem, dass es zu wenig Parkplätze gebe.

In der UWG sei ebenfalls lange über das Thema diskutiert worden, sagte Fraktionsvorsitzender Ludwig Reichert. Während die Bushaltestelle „super“ platziert sei, war Reichert mit den Wasserspielen nicht ganz zufrieden, weil unter anderem Eis, Schnee und Starkregen künftig Probleme machen könnten.

Diskussion um Grünfläche

Reichert kündigte zudem an, einen Antrag stellen zu wollen, dass mindestens 33 Prozent Grünfläche werden müssen. „An dieser Stelle finde ich das etwas zu früh“, sagte Ausschussvorsitzender Tobias Elshoff (CDU). Den Ansatz könne man weiterverfolgen, festlegen solle man sich jetzt nicht. Zudem sei unklar, von welchem Gebiet – dem gesamten oder nur dem Rathausplatz? – 33 Prozent Grünfläche seien sollen. „Und was machen wir, wenn alle zufrieden sind, wir aber nur 30 Prozent Grünfläche haben?“, fragte Elshoff. Einen Antrag stellte Reichert nicht mehr. Einstimmig gaben die Kommunalpolitiker aber grünes Licht für die weitere Planung.

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