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Michael Mattern ist der erste König beim gemeinsamen Ortsschützenfest

Es riecht nach Wiederholung

Nordwalde

Die Premiere ist geglückt. Das gemeinsame Schützenfest von Männern, Bürgern und Frauen fand große Beachtung bei der Nordwalder Bevölkerung. Erster gemeinsamer König wurde Michael Mattern.

Von Sigrid Terstegge

Ein imposantes Bild bot sich den Zuschauern, als sich am Abend der Fackelzug der Schützen durch den Ortskern schlängelte.

Michael Mattern von der St. Dionysius Schützenbruderschaft der Männer ist der neue Dorfschützenkönig. Zur Mitregentin ernannte er seine Ehefrau Petra. Der Entschluss, ein einziges Dorfschützenfest zusammen zu feiern, hat sich wohl gelohnt. Bereits bei der Proklamation gab es nur zufriedene Gesichter und Kommentare der Männer-, der Bürger- und der Frauenschützen.

„Alleine schon der Zug am frühen Freitagabend aller drei Schützenvereine durch das Dorf zur Vogelstange fand große Beachtung auf der Straße“, berichtete Burkhardt Zurhorst, Schriftführer der Männerschützen. Auf dem Platz neben dem Bispinghof seien zahlreiche Zuschauer gewesen. „Die Stimmung und das Interesse war wirklich riesig“, freute sich Zurhorst.

Es waren insgesamt 142 Schützen und Schützinnen angetreten. Der Vogel erwies sich dann als ein echt zähes Federvieh. Es brauchte insgesamt 215 Schuss, bis der König ausgerufen werden konnte. Um die Königswürde gab es einen Dreikampf. Aus jedem Verein eine Person versuchte, die Königswürde zu erringen. Bei den Frauenschützen war es Renate Kafill, die sich gerne die Krone geholt hätte und bei den Bürgerschützen Christian Schmitz. Die Männerschützen stellten dann auch noch den Bierkönig mit Christian Eggenkämper.

Recht stimmungsvoll lief anschließend der Fackelzug durch das Dorf zur Gesamtschule ab. Dort fand in der Festhalle eine Party mit DJ statt.

„Bis jetzt ist wirklich alles gut abgelaufen. Ein paar Kleinigkeiten müssen noch justiert werden“, meinte Zur­horst. Schließlich haben die drei Vereine ja auch zum ersten Mal zusammen gefeiert. Am Samstag bei der Proklamation musste die Praxis zeigen, wie man die Abläufe optimiert. Erst einmal traten die Vereine vor ihren Stammlokalen an. Praktischerweise sind diese alle in Sichtweite, so dass der Musikzug Hubertus immer mitbekam, wann er in welche Richtung einen Marsch spielen musste, der zum Ausholen der Vereinsfahne gebraucht wird.

Dann ging es auf den Amillyplatz zum Antreten. Das Kommando hatte Andreas Kafill, Oberst der Männerschützen. Nach einer kleinen Runde über die Pröpstingstraße ging es die Hoppenstiege hoch bis zum Pfarrheim. Dann holten die Vorsitzenden die neue Königin und die Jubelpaare vom Pfarrheim ab.

Keine Ansprache von der nicht mehr existierenden Rathaustreppe, diesmal kam sie von der Treppe an der Kirche von Bürgermeisterin Sonja Schemmann. „Viele Grüße aus Amilly soll ich ausrichten“, betonte sie. Sie war die ganze Nacht durchgefahren, um vom Europafest der Nordwalder Partnergemeinde wieder rechtzeitig im Dorf zu sein. Über die tolle Zusammenarbeit und das gelungene Fest aller drei Schützenvereine sei sie sehr erfreut.

Dann war Abmarsch. Als erstes ging es durch das Dorf zum König am Kohkamp. Um 18 Uhr folgte die Schützenmesse in der Kirche. Dann marschierten alle zur Festhalle an der Gesamtschule zu Platzkonzert und Königsball. Sonntag folgte noch das Ständchen am St. Franziskushaus. Anschließend gab es den Frühschoppen in der Festhalle, ehe das Festende nahte.

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