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Gesamtübung der Freiwilligen Feuerwehr

Für den Ernstfall gewappnet

Nordwalde

Ein illegales Autorennen im Gewerbegebiet, das außer Kontrolle geraten ist – das war das Szenario für die Freiwillige Feuerwehr Nordwalde bei ihrer Gesamtübung. Dabei mussten die Kameraden Personen befreien und einen Brand löschen.

Bei ihrer Gesamtübung musste die Nordwalder Feuerwehr Autos löschen, Wagendächer entfernen und Personen befreien. Foto: Feuerwehr Nordwalde

Der angenommene Unfall hatte es in sich, war glücklicherweise kein realer Einsatz und sah so aus: Im Gewerbegebiet „An den Bahngleisen“ haben mehrere Jugendliche ein illegales Autorennen durchgeführt. Beim Einbiegen eines Lastzuges von einem Firmengelände auf die Straße, konnte ein mit überhöhter Geschwindigkeit fahrender Teilnehmer des Rennens sein Auto nicht mehr rechtzeitig bremsen, sodass dieses unter den Lkw-Auflieger gefahren ist. Ein weiterer Teilnehmer des Rennens wollte dem Unfall ausweichen und ist dabei mit seinem Auto Richtung Graben vor einen Baum gefahren.

Vor diesem Szenario standen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Nordwalde bei ihrer Gesamtübung. An dieser nahmen am vergangenen Samstag 50 Kameraden und Kameradinnen aus Nordwalde sowie zwei Kameraden der Berufsfeuerwehr Münster mit einem Rüstwagen teil, schreibt die Feuerwehr in einem Pressetext.

Drei Einsatzabschnitte

Beim Eintreffen der Blauröcke stellte Einsatzleiter Uwe Kemper fest, dass in beiden Fahrzeugen mehrere Personen eingeklemmt waren. Im Motorraum des zweiten Autos kam es außerdem zu einer starken Rauchentwicklung und einem Entstehungsbrand. Der Fahrer und Beifahrer des Lastzuges hatten aufgrund des Aufpralls Rücken- und Nackenschmerzen und konnten die Zugmaschine nicht eigenständig verlassen.

Der Einsatzleiter bildete umgehend drei Einsatzabschnitte. Im ersten Einsatzabschnitt wurde in Zusammenarbeit mit dem Rüstwagen der Berufsfeuerwehr Münster der Lkw-Auflieger angehoben und so anschließend das Auto mit Hilfe einer Seilwinde unter dem Lkw-Auflieger weggezogen. Weiter entfernten die Kameraden das eingedrückte Autodach und befreiten so die Personen.

Im zweiten Einsatzabschnitt löschte die Feuerwehr zunächst den Entstehungsbrand beim zweiten Auto. Anschließend schuf sie mit hydraulischem Rettungsgerät Öffnungen, um den Fahrer und Beifahrer aus dem Fahrzeug zu befreien. Ein weiterer Einsatzabschnitt wurde für die Rettung der sich in der Zugmaschine befindlichen Personen gebildet. Diese wurden mit Hilfe von Rettungsbühnen patientenschonend aus der Zugmaschine getragen.

Absolut zufrieden

Nach einer Stunde intensiver Arbeit waren alle Verletzten befreit und an den Rettungsdienst übergeben, so die Feuerwehr im Pressetext weiter. Vor Ort fand anschließend noch eine kurze Nachbesprechung statt. Der Leiter der Nordwalder Feuerwehr, Matthias Lenfort, war mit der Leistung seiner Mannschaft absolut zufrieden und auch die Rückmeldung der Kameraden und Kameradinnen zu diesem umfangreichen Übungsszenario war durchgehend positiv.

Coronabedingt gab es für die gesamte Veranstaltung ein Hygienekonzept, welches für jeden Teilnehmer einen Schnelltest beinhaltete. Zudem verfügten alle anwesenden Kameraden und Kameradinnen über einen vollständigen Impfschutz.

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