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Projekt nachhaltige Landwirtschaft

Gewaltfreie Kommunikation

Nordwalde

Die Art und und Weise, wie Gespräche geführt werden, sind genauso bedeutsam wie die Dinge, über die wir reden. Das sagt Prof. Dr. Gottfried Orth.

“In jedem Gespräch sollen alle gewinnen”, betont Professor Dr. Gottfried Orth. Foto: Rainer Nix

„Miteinander reden“ hört sich theoretisch so leicht an, in der Praxis sieht es oft ganz anders aus. In einer Online-Diskussion ging es auf Basis eines Impuls-Vortrages von Professor em. Dr. Gottfried Orth genau um dieses Thema. Der Experte für gewaltfreie Kommunikation, Dozent für Evangelische Theologie und Religionspädagogik an der TU Braunschweig, begann mit einem Exkurs in die sogenannte „Wolfs-“ und „Giraffensprache, sinnbildlich für aggressives und verständiges Kommunikationsverhalten.

Jubi

Eingeladen hatte das Institut für Kirche und Gesellschaft in Kooperation mit der Evangelischen Jugendbildungsstätte Nordwalde. Ulrich Ahlke, Vorsitzender des Vereins „Wie wollen wir leben“, moderierte. Gesprächspartner waren Susanne Schulze-Bockeloh vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband, Kerstin Panhoff vom NABU, Katja Reinl, Westfälisch Lippische Landjugend und Horst Schöpper, Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Kreis Steinfurt.

Naturschützer

Hintergrund war das Projekt „Land ist Leben in Nord und Süd – global nachhaltige Landwirtschafts- und Ernährungswende“. Gegensätzliche Parteien, wie Naturschützer und Landwirte, geraten dabei oft aneinander. Die Diskussion zeigte, dass es in Zukunft nicht so bleiben muss.

Landjugend

Alle haben bereits „Wolfs“- Argumente, die ein striktes Schwarz-Weiß-Bild der Welt zeichnen, gehört, auf der anderen Seite die „Giraffen“-Standpunkte, die sich empathisch an Bedürfnissen und Gefühlen orientieren. „Es geht immer um Bedürfnisse“, betonte Orth. „Wir begegnen uns in der Gemeinsamkeit und wachsen an unseren Unterschieden.“ Dabei seien Gefühle genauso wichtig wie der Verstand. Sprechen Gruppen unterschiedlicher Interessenlagen miteinander, sind die eigene Klarheit der Argumente und die Wertschätzung des Gesprächspartners wichtige Elemente. Auf den Punkt gebracht: „Die Art der Kommunikation ist mindestens so bedeutsam wie die Dinge, über die wir reden“, hob Orth hervor.

Einen guten Ansatz gibt es bereits, indem sich die Vorsitzenden der bundesdeutschen Landjugend, Kathrin Muus und Vorstand der BUND-Jugend, Myriam Rapier, auf Basis eines ausgearbeiteten Papier in die „Zukunftskommission Landwirtschaft“ der Bundesregierung mit einer vielversprechenden Vision eingebracht haben.

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