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Erntedankmesse auf dem Bispinghof

Gottvertrauen und Dankbarkeit

Nordwalde

Ein Teil auf Plattdeutsch, ein Teil auf Hochdeutsch: Die Erntedankmesse auf dem Bispinghof hatte das Thema „Met Gebiärt un Gesang, usen Herrgott to‘n Dank“. Geleitet wurde der Gottesdienst von Pfarrer Ludger Bügener aus Ochtrup.

Von Sigrid Tersteggeund

Pfarrer Ludger Bügener hielt die Predigt bei der Erntedankmesse auf Plattdeutsch. Zahlreiche Besucher waren auf den Bispinghof gekommen. Foto: Sigrid Terstegge

Zu einem ganz besonderen Erntedank-Gottesdienst war am Sonntag auf den Bispinghof eingeladen worden. Gestaltet wurde die Messe von der Landjugend, den Landfrauen und dem Landwirtschaftlichen Ortsverein. Der Kiepenkerlchor übernahm die musikalische Begleitung. „Met Gebiärt un Gesang, usen Herrgott to‘n Dank“ war das Thema des plattdeutschen Gottesdienstes, geleitet durch Pfarrer Ludger Bügener aus Ochtrup.

„Plattdeutsch erreicht einfach die Herzen der Menschen deutlich schneller als das nüchterne Hochdeutsch“, meinte Bügener zur Begrüßung der zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Das Plattdeutsche sei zwar schon oft totgesagt worden, aber bisher sei das nie eingetroffen. Immer, wenn Bügener plattdeutsche Gottesdienste zelebriere, seien die Teilnehmerzahlen ausgesprochen positiv. Bügener war zum zweiten Mal in Nordwalde. „Das erste Mal war noch zu Zeiten von Pastor Streckmann“, erinnerte er sich. Lang sei es her.

Im Unglücksgebiet geholfen

Einzelne Teile des Gottesdienstes, wie das Gloria und das Tagesgebet, fanden dann doch in Hochdeutsch statt, sodass jeder die Chance hatte, es zu verstehen. Bei der Predigt hieß es dann wieder, genau hinzuhören. Grenzenloses Gottvertrauen und vor allem Dankbarkeit waren die Stichworte der Predigt. Bügener erzählte die Geschichte von dem Elektroingenieur, der ins Ahrtal gefahren war, um dort den Opfern der Flutkatastrophe zu helfen. Als er sah, wie sehr Hilfe gebraucht wurde, sagte er seiner Frau Bescheid, dass sie den gemeinsamen Urlaub opfern müssten, weil er einfach noch weiter gebraucht würde. Seine Frau war zwar traurig, aber auch einverstanden. „Dafür muss man ebenfalls danken“, betonte Bügener.

Auch aus Nordwalde hätten Menschen im Unglücksgebiet geholfen. Die Kollekte war für die Menschen im Ahrtal bestimmt. In den Körben konnte man sehr viele Scheine sehen. „Dank auch an die Frauen, die das kirchliche Leben am Laufen halten und an die Bauern, die unter den niedrigen Erzeugerpreisen zu leiden haben“, unterstrich der Pfarrer.

Hüpfburg und Gespräche

In einer Meditation schließlich beschäftigten sich Landjugendliche noch mit den Problemen, die die Jugend bewegen. Nach der Messe wartete eine große Hüpfburg auf die Kinder und es wurde zu gemütlichen Gesprächen und Getränken eingeladen.

Zur Erntedankmesse kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf den Bispinghof. Foto: Sigrid Terstegge
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