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Aktionstag auf dem Hof Entrup 119

Große Herausforderungen

Altenberge

Auch der Hof Entrup 119 muss sich den veränderten klimatischen Verhältnissen stellen. Geplant ist unter anderem der Bau eines zusätzlichen Regenauffangbeckens.

Von und

Auf dem Hof. Foto: Bellinghausen

Als Landwirt Werner Bez von den Besonderheiten des Ostfriesischen Milchschafs und den verschiedenen Kaltblutrassen erzählt, eröffnet sich den Besucherinnen und Besuchern eine ihnen bisher unbekannte Welt. Die Gelegenheit, Einblicke in die nachhaltige Landwirtschaft eines gemeinschaftlich geführten Bio-Bauernhofs mit Nutztierhaltung zu bekommen, nahmen am Wochenende zahlreiche Interessierte im Rahmen der „Tage der Nachhaltigkeit“ wahr.

Ostfriesisches Milchschaf

Bei Temperaturen von über 30 Grad Hitze beschäftigte die Gruppe besonders, wie Klimaveränderung und Trockenheit auch die ökologische Landwirtschaft im Münsterland beeinflussen. Steigende Temperaturen und knapper werdendes Wasser sind die großen Herausforderung. Daher sind ein zusätzliches Regenauffangbecken und eine Photovoltaikanlage die nächsten Investitionsprojekte auf dem Entrup 119.

Diskussionsthemen waren zudem der Erhalt widerstandsfähiger, regionaler Gemüsesorten. „Temperaturen in den Gewächshäusern von weit über 40 Grad bedeuten Hitzestress selbst für wärmeliebende Gemüsesorten wie Auberginen und Stangenbohnen“, erklärte Werner Bez. Der Besuch bei der vom Aussterben bedrohten Rasse Ostfriesisches Milchschaf machte auch hier deutlich, was die Hitze für die Tiere bedeutet. Sie sind träger, trinken viel und verbringen die Tage im schattigen Offenstall, wo eine leichte Brise weht. Ab 21 Uhr kommen sie auf die nahe gelegene Weide. „Die Schafe bekommen wir zum Glück durch unseren Heuvorrat satt“, erläutert Werner Bez, „denn auf der Wiese wächst bei der Hitze kein Futter“.

Offenstall

Als letzte Station der Hofführung standen die Arbeitspferd

e auf dem Programm. „Sie sind unsere nachhaltigsten Mitarbeiter. Sie fressen das, was es auf der Wiese gibt, verbrauchen keine fossile Energie, ihr Mist ist wertvoller Dünger und sie helfen bei vielen Arbeiten auf dem Feld, dem Hof und im Wald“, erzählt der Pferdefachmann Bez begeistert.

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