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Weihnachtsgrüße aus Treuenbrietzen

Heimatvereine wollen Kontakte wieder intensivieren

Nordwalde/Treuenbrietzen

Seit 30 Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen Nordwalde und Treuenbrietzen. Nach wie vor halten Kultur- und Sportgruppen, Vereine und Schulen regelmäßig Kontakt. Und im kommenden Jahr soll die Verbindung noch intensiviert werden.

-lem-

Der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz von Nordwaldes Partnerstadt Treuenbrietzen in Brandenburg zur Jahrhundertwende. Foto: Heimatverein Treuenbrietzen

Am 21. November 1992, also vor 30 Jahren, wurde die Partnerschaftsabsichtserklärung auf der gemeinsamen öffentlichen Festsitzung der Gemeindeparlamente von Treuenbrietzen und Nordwalde besiegelt, eine Freundschaft zweier bundesdeutscher Orte. Es entstanden enge Bindungen auf vielen Ebenen. Neben den vielfältigen Kontakten und Begegnungen zwischen den Vereinen unterstützte Nordwalde Treuenbrietzen beim Neuaufbau der Verwaltung und der Struktur des öffentlichen Lebens.

Austausch zwischen den Heimatvereinen

Auch heute, nachdem sich das kommunale Gemeinwesen in Treuenbrietzen längst konsolidiert hat, pflegen nach wie vor Kultur- und Sportgruppen, Vereine und Schulen den regelmäßigen Kontakt. Auch der Austausch zwischen beiden Heimatvereinen war zeitweise sehr rege. „Wir wollen im kommenden Jahr den Kontakt zwischen uns wieder intensivieren“, sagt Wolfgang Ucksche, Vorsitzender des Heimatvereins Treuenbrietzen, der sich zusammen mit seinen Vorstandskolleginnen und -kollegen auf das bevorstehende Weihnachtsfest freut.

Warten auf Weihnachtspakete

Der 66-jährige heimatverbundene Treuenbrietzener kann sich noch gut an die Weihnachfeste vor der Wende 1989 erinnern. „Wir haben damals sehnlichst auf die Pakete unserer Verwandten und Freunde aus dem Westen gefreut. Das war immer ein großes Fest, wenn das Paket zu Weihnachten geöffnet wurde“, entsinnt sich Ucksche. Da die damalige sozialistische Planwirtschaft nicht funktionierte, wurden die Weihnachtsbäume mit Lametta behängt, „das mit dem Silberschmuck aus dem Westen qualitätsmäßig nicht vergleichbar war“.

„Weil das Geschenkpapier so knapp war, wurden die bescheidenen Präsente ganz vorsichtig ausgepackt, das Papier zusammengefaltet, gebügelt und dann zum nächsten Weihnachtsfest wiederverwendet“, schildert der Vorsitzende des Heimatvereins, der vor einem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feierte.

Gedicht aus Treuenbrietzen

Der Heimatverein Treuenbrietzen wünscht allen Nordwalderinnen und Nordwaldern ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest und hat dieser Zeitung ein Weihnachtsgedicht von Irma Wittich aus Treuenbrietzen geschick:

Die kleine Tanne

Großer Geist des Waldes

schenk´ mir bitte einmal Gehör,

wo kommen denn das Wispern und Flüstern

im Winterwald her?

Es sind nicht die Eichen und auch nicht die Buchen,

wo ist denn das Getuschel zu suchen?

Der Waldgeist sagt:

„Das ist doch nun wirklich nicht schwer,

das Getuschel kommt von den Tannen her.

Das Fest der Weihnacht steht vor der Tür,

die Tannen putzen sich doch schon das ganze Jahr über dafür.

Jede möchte die Schönste sein, um sich im Lichterkranz zu drehen.“

Nur eine kleine Tanne, ganz schief und krumm,

nach ihr, da guckte sich niemand um.

Sie weinte eine lange Nacht, ihre Tränen froren

und sie haben aus ihr einen Kristallbaum gemacht.

Da kam das Christkind angeflogen und hat sie in den Arm genommen.

Es sagte: „Kleine Tanne, hör´ auf zu weinen und sieh mich an,

ich setze dich jetzt in den Schlitten vom Weihnachtsmann!

Dort gehst du mit ihm am „Heiligen Abend“ auf große Fahrt,

dann wird es am Himmel mit deinem Glanze ein Strahlen geben

durch die wunderbare Weihnachtsnacht!“

Die kleine Tanne konnte ihr Glück kaum fassen.

Sie hat den Weihnachtsmann nie wieder verlassen.

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