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Trendelkamp baut neues Firmengebäude an der Ladestraße

Hell, groß und modern

Nordwalde

Der obligatorische erste Spatenstich ist erfolgt und damit der Startschuss für den Bau gefallen: An der Ladestraße errichtet Trendelkamp ein neues Firmengebäude. Neben Büroräumen entsteht auf dem 15 000 Quadratmeter großen Gelände eine Fertigungshalle.

Von Vera Szybalskiund

So soll das neue Trendelkamp-Gebäude aussehen, wenn es fertig ist. Foto: Trendelkamp

Es kommt wieder zusammen, was zusammen gehört: Nachdem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Trendelkamp aus Platzmangel derzeit auf verschiedene Standorte verteilt sind, sollen sie ab Herbst kommenden Jahres wieder alle an einem Ort arbeiten. Denn das Unternehmen baut an der Ladestraße 10 ein neues Firmengebäude und setzt auf Wachstum und Nachhaltigkeit.

Am Donnerstagmorgen erfolgte der symbolische erste Spatenstich der Familie Trendelkamp im Beisein der stellvertretenden Bürgermeisterin Mareike Wissing, WESt-Geschäftsführerin Birgit Neyer sowie Vertretern der Firma Felix Laumann und dem Architekturbüro Wrocklage + Partner. Damit ist der offizielle Startschuss für den Bau des neuen Firmengebäudes gefallen. Auf einer Fläche von 15 000 Quadratmetern sollen eine moderne Fertigungshalle sowie ein dreistöckiges Bürogebäude mit hellen, großflächigen und modernen Bürolandschaften entstehen.

Umbau zum Fachmarktzentrum

Die Planungen für das neue Firmengebäude an der Ladestraße laufen bereits seit 2017. Der anvisierte Zeitplan für die Errichtung des Neubaus ist straff: Trendelkamp hofft, dass im Herbst 2022 der komplette Umzug an den neuen Standort vollzogen ist. Das wäre ein passender Zeitpunkt: Die Einweihung würde dann in das Jahr des 125-jährigen Bestehens des Nordwalder Familienunternehmens fallen. Wenn das neue Gebäude fertig ist, kann ein weiteres, noch größeres Projekt in Angriff genommen werden: Die Räumlichkeiten an der Bahnhofstraße sollen zu einem Fachmarktzentrum umgebaut werden.

Erster Spatenstich für das neue Trendelkamp-Gebäude an der Ladestraße (v.l.): Christina Trendelkamp, Josef Trendelkamp jun., Sylvia Trendelkamp, Felix Laumann, Niclas Laumann, Birgit Neyer (Geschäftsführung WESt), Mareike Wissing (stellvertretende Bürgermeisterin), Josef Trendelkamp sen., Dirk Söhner und Siegfried Wrocklage (beide Architekturbüro Wrocklage + Partner) Foto: Vera Szybalski

Aber noch mal zurück zum Neubau: „Den Standort an der Ladestraße haben wir bewusst gewählt“, sagte Josef Trendelkamp sen. mit Blick auf den „vor der Tür“ liegenden Bahnhof. Durch die Ansiedlung direkt an der Bahnstrecke, die Münster und Enschede miteinander verbindet, sowie Ladestationen für E-Bikes und E-Autos, die ebenfalls geschaffen werden sollen, erhoff sich Josef Trendelkamp jun. einen weiteren strategischen Vorteil: „Wir schaffen einen attraktiven und spannenden Arbeitsplatz und ermöglichen unserem Team Alternativen, sich das tägliche Pendeln zu gestalten.“

Josef Trendelkamp jun.

Energieressourcen sollen bei dem neuen Firmengebäude verantwortungsvoll und nachhaltig genutzt werden. Der Neubau hat mit KfW 40 einen hohen Energieeffizienzstandard und soll daher weitgehend klimaneutral sein. Für die Klimatisierung sorgt eine Luft-Wärmepumpe, die von einer Photovoltaikanlage versorgt wird. „Mein Traum wäre es, irgendwann eine CO2-neutrale Fertigung hinzukriegen“, sagte Josef Trendelkamp jun.

Trendelkamp arbeitet nicht nur an den Umzugsplänen, sondern will auch sein Portfolio erweitern. Die Ursprünge von Trendelkamp im Schmiedehandwerk reichen bis in das Jahr 1897 zurück. Heute entwickelt und fertigt das international tätige Unternehmen Maschinen, Anlagen und Technologie-Komponenten für diverse Industriebereiche.

Die Kompetenzen liegen nach Firmenangaben im Maschinenbau für die Extrusions- und Gebäudetechnik sowie in der Entwicklung und dem Bau von Sondermaschinen und individuellen Konstruktionen. Neben anderen nicht alltäglichen Sonderprojekten wurde Trendelkamp mit dem Bau des Bundesadlers im Berliner Bundestag weit über Nordwalde hinaus bekannt. Seit 1995 ist Trendelkamp zudem mit einer Niederlassung in Atlanta (Georgia) in den USA vertreten.

Fragen von morgen beantworte

Künftig will Trendelkamp mit seinen Produkten „die Fragen von morgen beantworten“, sagte Josef Trendelkamp jun. Ein Beispiel seien Filtrationsanlagen für Kunststoff, um diesen wiederverwertbar zu machen. Auch im Bereich Wasserstoff will das Nordwalder Unternehmen aktiv werden.

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