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Konzert soll am Sonntag wiederholt werden

Liebe und Finsternis

Nordwalde

Die Karten für das Konzert mit dem Titel „Viola Apassionata – Von Liebe und Finsternis“ sind schon alle vergeben. Für alle, die noch keine haben, gibt es aber gute Nachrichten: Die Künstler wollen das Konzert mit Musik für Viola da gamba und Spinett einen Tag später wiederholen, wenn sich genügend anmelden.

Die Gambistin Juliane Laake ist Teil des Konzerts „Viola Apassionata – Von Liebe und Finsternis“. Foto: Kirchenmusik Nordwalde

Kirchenmusiker Thorsten Schlepphorst hat schlechte und gute Nachrichten: Die Karten für das Konzert mit dem Titel „Viola Apassionata – Von Liebe und Finsternis“ am Samstag (18. September) sind im Vorverkauf schon vergriffen. Deshalb haben sich die Künstlerinnen und Künstler entschieden, das gleiche Konzert am Sonntag (19. September) um 11 Uhr zu wiederholen.

Diese Sonntagsmatinee wird aber nur stattfinden, wenn sich eine ausreichende Anzahl an Zuhörerinnen und Zuhörern findet. Wer Interesse hat, sollte sich deshalb unbedingt vorher anmelden, entweder bei „Buch und mehr“ oder bei Thorsten Schlepphorst per E-Mail an schlepphorst@kirchenmusik-nordwalde.de.

Es ist ein besonderes Konzert: Zu einer besonderen Zeit, um 21.30 Uhr, an einem besonderen Ort, in der Friedhofskapelle, soll am Samstag italienische Virtuosenmusik des 16./17. Jahrhunderts für Viola da gamba und Spinett zu Gehör gebracht werden.

Madrigale zu wahren Schlagern

Nichts hat Künstler aller Zeiten so sehr inspiriert und beflügelt wie die Liebe, schreibt Schlepphorst im Pressetext weiter. Immer sei es die Liebe, die auch in der Musik die großartigsten Werke entstehen ließ. Musikalischer Ausdruck dieser Hingabe war im 16. Jahrhundert das Madrigal. Höchst kunstvoll und doch eingängig wurden einige Madrigale zu wahren Schlagern – jeder kannte sie, jeder liebte sie. Noch fast 100 Jahre nach ihrer Entstehung verfassten Komponisten höchst virtuose ambitionierte Bearbeitungen davon. Diese anrührenden Liebeslieder der Renaissance und ihre virtuosen Bearbeitungen voller Sinnlichkeit können in der Besetzung von Viola da gamba und Spinett erlebt werden. Juliane Laake spielt eine Diskant-/Bassgambe und Thorsten Schlepphorst das Spinett. Die Madrigale werden von Katharina Brodesser, Judit und Denis Kumpmann gesungen.

Im 16. und 17. Jahrhundert zählte die Viola da gamba in ihren unterschiedlichen Bauarten zu den führenden Streichinstrumenten in Europa. Die Gambistin Juliane Laake hat etliche Bearbeitungen von Madrigalen ausgewählt, die sich stets um die Liebe drehen. Viele dieser Werke sind Musterbeispiele für das sogenannte „Bastarda-Spiel“, einer Ende des 16. Jahrhunderts entwickelten, besonders virtuosen Spielpraxis auf der Gambe.

Konzerte in zahlreichen Ländern

Juliane Laake studierte Viola da Gamba an der Hochschule für Künste Bremen sowie am Königlichen Konservatorium von Den Haag. Etliche Meisterkurse bei internationalen Kapazitäten vervollständigten ihre Ausbildung. Die Stipendiatin des Deutschen Musikrates und Preisträgerin des Internationalen Telemannwettbewerbs Magdeburg hat sich inzwischen beim Leipziger Bachfest und zahlreichen anderen renommierten Festivals für alte Musik em­pfohlen: Sie konzertierte unter anderem in Utrecht, Kopenhagen, Stockholm, Zürich, Tel Aviv und Sydney. Laake arbeitet zudem regelmäßig mit Ensembles wie der Lautten Compagney, Weser-Renaissance, dem Ensemble Polyharmonique, mit dem sie mehrmals in Nordwalde zu Gast war, und der Akademie für Alte Musik Berlin sowie mit renommierten Solisten und Dirigenten zusammen.

In ihren persönlichen Konzertprogrammen und CD-Produktionen widmet sich Laake in Begleitung ihres Ensembles Art d’Echo der Gambenliteratur in all ihren Facetten, vornehmlich der seltener zu hörenden.

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