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Workshop der Jubi

Mit der App sicher durchs Rathaus

Nordwalde

Die Evangelische Jugendbildungsstätte (Jubi) Nordwalde hat jetzt einen Workshop „Mit der App durchs Rathaus“ durchgeführt. Die Teilnehmenden wurden in die Lage versetzt, die App zu bedienen und sich damit in einer Behörde zu orientieren.

Ein Workshop zum Thema „Mit der App durchs Rathaus“ der Evangelischen Jugendbildungsstätte (Jubi) Foto: Jubi

Das Projekt „Mitwirkung mit Wirkung“ im Fachbereich Inklusion der Evangelischen Jugendbildungsstätte (Jubi) Nordwalde hat sich zum Ziel gesetzt, die Partizipation und Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu stärken. Dazu gehört auch das große Thema der Digitalisierung und der digitalen Teilhabe. Dazu gab es jetzt einen Workshop „Mit der App durchs Rathaus“, schreibt die Jubi in ihrer Presseinformation.

Ein spannender Tag im Rathaus Bochum. Das Rathaus ist groß. Es gibt sechs verschiedene Etagen, viele Flure und unzählige Zimmer. Wie komme ich nun auf dem schnellsten Weg zum Ziel? Das Rathaus hat eine App, die einem den Weg zum Ziel zeigt.

Jonathan Dees ist Mitarbeiter im Fachbereich Inklusion und studiert Rehabilitationspädagogik an der TU Dortmund. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit möchte er herausfinden, ob Menschen mit Behinderung diese App bedienen können und ob die App barrierefrei ist. Die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Behinderungen konnten verschiedene Aufgaben erledigen: „Stell Dir vor Du hast einen Termin beim Bürgermeister. Nutze die App und finde sein Büro“ oder „Es gibt im Rathaus ein Inklusionsbüro, finde es mit der App“. In Kleingruppen oder auch allein wurden diese Aufgaben erledigt. In der anschließenden Auswertung berichteten die Teilnehmerinnen von ihren Erfahrungen. „Ich habe viel auf mein Handy geschaut und bin dann manchmal an den Zimmern vorbeigelaufen und fast irgendwo vorgelaufen“, schilderte Stefan Eilers, Co- Mitarbeiter in der Jubi. „Ich sitze im Rollstuhl und lege mir das Handy auf den Schoß, damit ich die Hände frei habe, um den Rollstuhl zu bewegen. Damit wurde die Richtungsanzeige manchmal falsch dargestellt. Ich habe mich dann eher an der roten Linie orientiert und nicht an dem, was dort stand“, erzählte Lina Helmes, die gerade ein Praktikum in der Jubi absolviert. „Als wir die Aufgaben mit Sprachausgabe der App gelöst haben, war es einfacher“, meinte Jubi-Co-Mitarbeiterin Andrea Lanwes.

Ideen für Veränderung gab es allerdings auch. „Es wäre gut eine kleine Vibration zu spüren, wenn man abbiegen muss“, schlug Karin Hülsmann, langjährige Teilnehmerin in der Jubi vor. „Es wäre cool, wenn man wie bei PC die Punkte einsammeln kann, dann sieht man man ist auf dem richtigen Weg“ . so Stefan Eilers. In der Auswertung wurde gemeinsam überlegt, wo eine solche Gebäudenavigation sonst noch hilfreich wäre. Die Teilnehmenden hatten viele Ideen: In großen Verwaltungen, wie Rathausm oder Kreishaus, an Flughäfen und Bahnhöfen, in Krankenhäusern, in großen Einrichtungen der Behindertenhilfe, die auf einem Campus weitverstreut sind, aber auch in Parkhäusern, damit man sein Auto wiederfindet oder in Einkaufszentren.

Alle Teilnehmenden waren sich am Ende einige: „Es hat viel Spaß gemacht eine neue App kennenzulernen. Die Teilnehmenden wurden in die Lage versetzt, die App zu bedienen und sich damit in einem Gebäude zu orientieren. Der Tag war sehr interessant.“

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