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Menschen mit geistiger Behinderung treffen sich via Zoom

Musik im Seminar statt auf dem Festival

Nordwalde

Weil das Krachmacher-Festival abgesagt wurde, hat sich eine Gruppe aus Menschen mit geistiger Behinderung auf andere Art und Weise mit Musik beschäftigt: In einem Onlineseminar setzten sie sich mit Musikrichtungen und Instrumenten auseinander, machten ein Quiz und tanzten und schunkelten.

Anstelle des abgesagten Krachmacher-Festivals veranstaltete der Fachbereich Inklusion der Jubi ein Musikseminar via Zoom. Foto:

Eigentlich sollte das Krachmacher-Festival am vergangenen Wochenende in Nordwalde stattfinden. Daran wollten auch die Evangelische Jugendbildungsstätte (Jubi) und der Fachbereich Inklusion mit einer Gruppe Menschen mit und ohne Behinderung teilnehmen. Da das Festival coronabedingt abgesagt wurde, plante das Team der Jubi ein Musikseminar über die digitale Plattform Zoom. Mit dabei waren fünf Teamerinnen und Teamer des Fachbereichs Inklusion und zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit geistiger Behinderung. Durch das Seminar führten Annika Paffrath, Constanze Rahmig und Horst Reuter, schreibt Lara Dölle in einem Pressetext der Jubi.

Mittlerweile sind die Menschen mit Behinderung geübt darin, an digitalen Seminaren teilzunehmen. Der Einstieg zu den technischen Fragen konnte kurz und bündig gestaltet werden. So gab es am ersten Seminartag eine Kennenlernrunde und ein Ratespiel, bei dem alle nacheinander ein Geräusch machten, das die anderen erraten mussten.

Playlist zum Tanzen und Genießen

Am zweiten Seminartag wurde gemeinsam erforscht, was Musik für jede und jeden persönlich bedeutet. Dabei äußerten Teilnehmer Statements wie zum Beispiel „Musik ist für mich… alles!“, „Wir lieben die Musik“ und „Musik ist super zum Stress abarbeiten“. „Alle waren sich einig, dass Musik Gefühle wecken, für Entspannung sorgen und gute Laune verbreiten kann“, teilt Lara Dölle im Pressetext weiter mit.

Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Musikrichtungen und Musikinstrumenten aus aller Welt wurde in einer digitalen Mindmap gesammelt und diskutiert. Für die Pausen des Seminars gab es eine Musikplaylist zum Tanzen und Genießen.

Lieblingslieder erraten

Ein Highlight war das Musikquiz, wofür am ersten Seminartag ein Lieblingslied von allen Beteiligten gesammelt wurde. Wer was gesagt hatte, wusste nur eine Teamerin. Am zweiten Seminartag wurden diese Lieder dann nacheinander vorgespielt und alle konnten raten, wessen Lieblingslied das ist. „Daran hatten alle einen großen Spaß und es wurde dabei auch wieder viel getanzt und mitgeschunkelt“, so Dölle. Außerdem gab es über den Tag verteilt von der Dortmunder Band „Tante Matta“ extra für das Seminar aufgenommene Liedbeiträge. Nach einem vollen Programm am zweiten Tag gab es sehr gutes Feedback von den zufriedenen Teilnehmern und Teamern.

Trotz aller Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, freut sich das Team der Jugendbildungsstätte, dass ab sofort wieder Gäste in das Haus kommen dürfen und es mit Leben füllen.

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