Gebiet südlich der Umgehungsstraße

Neue Gewerbeflächen in Sicht

Nordwalde

Seit Jahren hat die Gemeinde Nordwalde keine eigenen Gewerbeflächen im Angebot. Wenn Firmen zuletzt anfragten, mussten sie mit Absagen rechnen. Das könnte sich bald ändern, durch ein neues Gewerbegebiet könnte sich die Situation entspannen.

Vera Szybalski

Zwischen Umgehungsstraße und Jammertalsbach, östlich an die Altenberger Straße angrenzend, könnte ein neues Gewerbegebiet entstehen. Die Gemeinde besitzt einen Teil der Flächen. Die anderen Eigentümer haben sich bereit erklärt, zu verkaufen. Foto: Vera Szybalski

Wenn Firmen auf der Suche nach Gewerbeflächen in den vergangenen Jahren bei der Gemeinde Nordwalde anfragten, mussten sie mit einer Absage rechnen. Denn bereits seit circa fünf Jahren kann die Gemeinde keine eigenen Gewerbeflächen mehr anbieten. Im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde Planungen für ein Gewerbegebiet am Höppenbach gestoppt. Nun könnte sich die Situation entspannen.

„Wir könnten an anderer Stelle ein Gewerbegebiet entwickeln“, sagt Bürgermeisterin Sonja Schemmann. Südlich der Umgehungsstraße und östlich der Altenberger Straße möchte die Gemeinde ein circa 11,8 Hektar großes Areal in Gewerbeflächen umwandeln. Ein Teil der Fläche gehört bereits der Gemeinde. Mit den anderen Besitzern hat die Verwaltung schon gesprochen. „Die Eigentümer sind dazu bereit, ihre Flächen zu veräußern“, sagt Schemmann.

Gebiet eignet sich grundsätzlich für Gewerbeflächen

Das Gebiet ist quasi die Verlängerung des Gewerbegebiets Gildestraße auf der anderen Seite der Umgehungsstraße. „Die vorherige Landesregierung hat ausgeschlossen, dass wir über die Umgehungsstraße gehen“, sagt Sonja Schemmann. Die Begründung sei damals gewesen, dass Umgehungsstraßen in der Regel um den Ort herumführen sollten. Gewerbegebiete sollten deshalb nicht über die Straße hinaus geplant werden. „Das war mit der vorherigen Landesregierung nicht machbar“, sagt Schemmann über Planungen südlich der Umgehungsstraße.

Das ist jetzt anders. Mit der Bezirksregierung Münster hat die Bürgermeisterin bereits im vergangenen Jahr über das ins Visier genommene Areal gesprochen. Die Behörde hat sogar schon eine erste Untersuchung der Fläche vorgenommen und Zustimmung signalisiert, berichtet Schemmann: „Die Bezirksregierung hat gesagt, grundsätzlich eignet sich das Gebiet für Gewerbeflächen.“ Im Juni könnte die Gemeinde das Verfahren starten. Die Flächen am Höppenbach sollen im Gegenzug aufgegeben werden.

Etwa 15 Betriebe haben angefragt

Aktuell kann die Gemeinde interessierten Unternehmen keine Gewerbeflächen anbieten. Klar sei, dass die Gemeinde zusätzlich zu den freien Arealen, die sich in Privatbesitz befinden, Flächen brauche, sagte Bürgermeisterin Sonja Schemmann. Sie schätzte die Zahl der Betriebe, die in den vergangenen Jahren bei der Gemeinde angefragt hatten, auf etwa 15: „Wie ernsthaft das auch immer war.“ Die bislang letzten Flächen habe Nordwalde um 2014 und 2015 herum im Gewerbegebiet „An den Bahngleisen“ an das Unternehmen „Adler“ und für das Umspannwerk verkauft.

Startseite