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Wichern-Schule hat Generationen von Schülern geprägt

Nicht nur Lernort, auch Lebensort

Nordwalde

An der Wichern-Schule lernen die Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen. Sie bekommen aber noch viel mehr vermittelt. Die Grundschule ist nicht nur ein Lernort, sondern ein Lebensort. Und das seit Jahrzehnten. Ihren 50. Geburtstag als katholische Grundschule feierte die Einrichtung jetzt.

Vera Szybalski und Sigrid Terstegge

Fotos aus vielen Jahren waren in den Fluren der Schule ausgehängt. Schulleiter Johannes Neumayer läutete mit einer Glocke das Musical „Sängerkrieg der Heidehasen“ ein. Foto: ter (2), vera

Es geht um mehr als Lesen, Schreiben und Rechnen: An der Wichern-Schule sollen die Kinder zu selbstständigen Menschen erzogen werden, bekommen Werte vermittelt und lernen Sozialkompetenz. Und das nicht erst seit gestern. Am Samstag feierte die Wichern-Schule ihren 50. Geburtstag als katholische Grundschule mit einem Festprogramm mit geladenen Gästen, einem ökumenischen Gottesdienst, einem Markt der Möglichkeiten am Nachmittag und einer Musical-Aufführung zum Abschluss.

„In diesem halben Jahrhundert haben Generationen von Schülerinnen und Schülern die Schule besucht und den Grundstein ihres Schullebens und auch den Grundstein für ihr weiteres Leben gelegt“, sagte Bürgermeisterin Sonja Schemmann in ihrer Rede. „Wir haben versucht, dass sich die uns anvertrauten Kinder zu selbstständigen, verantwortungsbewussten jungen Menschen entwickeln. Dass sie frei und ohne Angst ihre verschiedenen Meinungen vorbringen können und dass sie mit Neugier all den Dingen begegnen, die unsere Welt so bietet“, sagte Johannes Neumayer.

Klima, Geist und gute Ruf machen Wichern-Schule unverwechselbar

Mit einem Schmunzeln hatte der Schulleiter angemerkt, dass sich seine und Schemmanns Rede „inhaltlich ziemlich ähnlich“ sind. Für beide ein Ausdruck dafür, dass sie gut zusammenarbeiten. Beide blickten auf die vergangenen Jahrzehnte zurück, auf die Veränderungen im Unterrichtsalltag, auf das, was die Schule besonders macht. „Auch wenn sich das heutige Jubiläum auf den Namen der katholischen Grundschule bezieht, feiern wir all das, was die Wichern-Schule unverwechselbar macht: Das ist das Klima, der Geist und der gute Ruf dieser Schule“, sagte Schemmann.

Dafür verantwortlich, dass die Schule nicht nur ein Lernort, sondern ein Lebensort für die Kinder werden konnte und kann, sind unzählige Menschen. Die Lehrer und Eltern, die Gemeinde als Schulträger, die katholische und die evangelische Kirchengemeinde ebenso wie Vereine und Institutionen wie der Freundeskreis Ghana oder die Musikschule Steinfurt.

Prägende Personen

Johannes Neumayer gestaltet als Schulleiter seit fast 17 Jahren das Innenleben der Schule. Schemmann dankte ihm für die „außerordentlich gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“. Lisa Wesbuer als Sekretärin und Norbert Böckenfeld als Hausmeister prägen ebenfalls das Gesicht der Schule. „Ihr beiden seid wichtige Schaltstellen, an denen viele Fäden zusammenlaufen. Ein Aushängeschild für unsere Schule, ja ich gehe sogar soweit zu sagen für eure Schule“, sagte Neumayer über Wesbuer und Böckenfeld.

Schulleiter Johannes Neumayer

Im Namen der Eltern dankte Schulpflegschaftsvorsitzender Daniel Krappe den Lehrern und Mitarbeitern der Schule, im Namen des Fördervereins die stellvertretende Vorsitzende Vanessa Bömer. Susanne Meinhard sorgte mit den „Wichern-Spatzen“ für die musikalische Begleitung des Festprogramms.

Spiel und Spaß ohne Ende für den Nachwuchs

Beim Markt der Möglichkeiten am Nachmittag bekamen die Besucher kaum einen Fuß auf die Erde. Während Eltern, Großeltern und weitere Erwachsene Kaffee und Kuchen genossen, gab es für den Nachwuchs Spiel und Spaß ohne Ende in der gesamten Grundschule.

Geschicklichkeits- und Glücksspiele waren in den Klassenräumen und in der Sporthalle aufgebaut worden. Ob Glücksrad oder Zielwerfen mit kleinen Säckchen, jeder durfte sich versuchen. Beim Entenangeln konnten sich die jungen Besucher schon einmal Aufwärmen für die Kirmes. Der Nagelbalken war alleine schon durch seine Höhe eine Herausforderung. Hier war Hilfe durch Eltern gefragt.

Am Ende siegt das Gute

Kurz vor 17 Uhr lief dann Neumayer persönlich durch das Gebäude und läutete mit einer antiken Handglocke das Musical „Sängerkrieg der Heidehasen“ ein. Ein halbes Jahr lang hatte Susanne Meinhard mit den Schülern an dem Musical gearbeitet worden. Auf den Sieger des Wett-Singens wartete die Hand der Prinzessin. Bestechung und Intrigen auf politischer Ebene sollten allerdings den Sieg einem Direktor verschaffen. Doch natürlich siegte das Gute.

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