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Kandidaten für die Jugendparlamentswahl gesucht

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Nordwalde

Im September dürfen die Nordwalder Jugendlichen ein neues Jugendparlament wählen. Dafür werden noch Kandidatinnen und Kandidaten gesucht. Besondere Voraussetzungen müssen die jungen Leute nicht mitbringen, wenn sie mitmachen möchten, sagt Carlo Weßeling: „Man sollte einfach Interesse haben und offen für alles sein.“

Von Vera Szybalskiund

Eines der Projekte des derzeitigen Jugendparlaments, das trotz der Corona-Pandemie umgesetzt werden konnte: Im August 2020 ist am Bolzplatz an der Altenberger Straße eine öffentliche Wand für Sprayer entstanden. Foto: Martin Schildwächter

Eigene Ideen einbringen, Nordwalde mitgestalten, in politische Abläufe reinschnuppern – all das ist im Jugendparlament (Jupa) möglich. Alle zwei Jahre wird das 13-köpfige Gremium neu gewählt. Coronabedingt war die Amtszeit diesmal ein Jahr länger, im September steht nun aber die Wahl an. Dafür sucht das Jupa noch Kandidatinnen und Kandidaten.

Wer sich beteiligen möchte, muss zwischen zwölf und 21 Jahre alt sein. Besondere Voraussetzungen müssen die Jugendlichen nicht mitbringen, sagt Carlo Weßeling, der seit drei Jahren dem Jugendparlament angehört: „Man sollte einfach Interesse haben und offen für alles sein.“ Scheu haben brauche keiner: „Wir freuen uns über jede Meinung. Es gibt keinen Gedanken, der nicht geäußert werden darf.“ Ein bisschen Teamfähigkeit sei sinnvoll, ansonsten sagt Weßeling: „Es kann jeder mitmachen und ist willkommen.“

Einen ersten Eindruck gewinnen

Aus dem aktuellen Jugendparlament treten nicht alle Mitglieder erneut zur Wahl an, manche weil sie zu alt sind, andere etwa aus beruflichen Gründen. Verändern wird sich die Besetzung des Jupas also definitiv. „Wir haben schon ein paar neue Bewerbungen“, sagt Carlo Weßeling. „Aber mehr geht immer, nach oben gibt es keine Grenze.“

Wer sich für das Gremium interessiert und vielleicht sogar schon über eine Kandidatur nachgedacht hat, kann sich auf der Homepage des Jugendparlaments oder bei Instagram informieren. Es werde wohl auch noch mal Kontakt zur KvG-Gesamtschule geknüpft, sagt Weßeling. Bei der Kandidatensuche gehe es auch um gutes Timing. Es dürfe auch nicht zu früh auf die Suche gegangen werden. Wer Interesse habe, könne auch mal an einer Sitzung des Jupa teilnehmen. „Da bekommt man einen Einblick und kann auch mit anderen Leuten sprechen“, sagt Carlo Weßeling.

Carlo Weßeling

Vom Alter her sei das Gremium derzeit gemischt. „Es gibt ein bisschen mehr ältere als jüngere Mitglieder“, sagt Weßeling. „Es sind ja auch alle drei Jahre älter als bei der letzten Wahl.“ Der 19-Jährige findet es gut, wenn Jugendliche verschiedenen Alters dem Jupa angehören. Ältere, die bereits studieren, haben schon mehr Erfahrung bei einigen Dingen. Jüngere haben einen besseren Draht zu Acht- oder Neuntklässlern, wissen, was sie bewegt. Zwölfjährige wollen vielleicht andere Ideen umsetzen als 20-Jährige.

Zuletzt aber konnte das Jugendparlament pandemiebedingt viele Aktionen nicht mehr so angehen wie geplant. „Die Corona-Situation hat viele Prozesse einfach verlangsamt“, sagt Weßeling. Nach der Wahl kommen die Mitglieder stets bei einem Workshop zusammen, um über die Projekte zu sprechen, die sie angehen möchten. „Meistens gibt es ein großes Thema und kleinere Projekte.“

Wahl am 26. und 27. September

Während der Bolzplatz zu Beginn der Amtszeit eröffnet werden konnte, mussten andere Themen erst mal auf Eis gelegt werden. Das Jugendparlament wollte sich beispielsweise dem ÖPNV widmen. Der geplante Austausch mit Politikerinnen und Politikern kam coronabedingt nicht so zustande, wie erhofft. Welche Themen das neue Jugendparlament auf die Agenda setzt, wird sich zeigen.

Wer künftig Mitglied des Gremiums ist, entscheidet sich am 26. und 27. September. Das Wahldatum ist extra parallel zur Bundestagswahl gelegt worden. Das Jupa erhofft sich dadurch eine höhere Wahlbeteiligung. Wenn Zwölf- bis 18-Jährige von ihren Eltern zur Wahl mitgenommen werden und dann selbst ein Kreuz machen können, könnten sie „auch ein Bewusstsein dafür bekommen, wie wichtig es ist, wählen zu gehen“, sagt Carlo Weßeling.

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