1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Nordwalde
  6. >
  7. Nordwalde wird Host Town

  8. >

Special Olympics 2023: Gemeinde erhält Zuschlag für Gastgeber-Programm

Nordwalde wird Host Town

Nordwalde

Nordwalde hat es geschafft: Die Bewerbung der Gemeinde als Host Town der Special Olympics World Games ist erfolgreich gewesen. Bevor die Sportveranstaltung im Juni 2023 in Berlin stattfindet, kommt eine Delegation nach Nordwalde.

Von Vera Szybalski

Nordwalde hat den Zuschlag erhalten: Die Gemeinde wird Host Town der Special Olympics World Games, die 2023 in Berlin stattfinden. Im Juni wird dann eine Delegation nach Nordwalde kommen. Foto: Jubi

Nordwalde darf sich freuen: Die Gemeinde wird Host Town der Special Olympics World Games, die im kommenden Jahr in Berlin stattfinden. Sie hatten die Nachricht schon „sehnsüchtig erwartet“, sagt Svenja Hoffmann, Leiterin des Fachbereichs Inklusion der Evangelischen Jugendbildungsstätte (Jubi) und Mitglied des Kernteams, das sich um die Bewerbung kümmerte. Am Dienstag bekam das Team vorab die Mitteilung, dass Nordwalde Gastgeber einer von insgesamt 190 Delegationen wird. Am Mittwoch teilte der Veranstalter offiziell mit, welche Städte, Gemeinden und Landkreise als Host Towns ausgewählt wurden.

Die Special Olympics werden vom 17. bis 25. Juni 2023 in Berlin veranstaltet. Die Host Towns bereiten den Empfang für die internationalen Delegationen, schreibt der Veranstalter in einer Pressemitteilung. Über vier Tage, vom 12. und 15. Juni 2023, sind die Host Towns Gastgeber für die Athletinnen und Athleten sowie deren Angehörige vor Beginn der Wettbewerbe in Berlin. Die Delegationen sollen Land und Leute kennenlernen. Städte, Landkreise und Gemeinden würden „das Bild Deutschlands in der Welt formen“. Inklusion werde zur Inspiration. 216 Host Towns wird es im kommenden Jahr geben.

Dank an die Beteiligten am Video

„Die Freude, ausgewählt zu werden, ist riesig“, teilte Bürgermeisterin Sonja Schemmann mit. „Unser Bewerbungsvideo ist so gut angekommen, dass wir bereits vor der Zusage angefragt wurden, ob Szenen aus dem Video von dem Komitee genutzt werden können. Dafür gilt ein großes Kompliment und Dank den Beteiligten an unserem Bewerbungsvideo.“ Gemeinde, Jubi sowie viele Vereine und Institutionen hatten das vierminütige Video gestaltet. Zusammen mit Thomas Mohn hatte Svenja Hoffmann alle besucht und die Szenen gedreht.

Die Arbeit hat sich ausgezahlt. „Das hat uns total gefreut“, sagt Svenja Hoffmann über die Nachricht, dass Nordwalde ausgewählt wurde. Die Gemeinde hatte die Bewerbung gemeinsam mit dem Kreis Steinfurt eingereicht. Zum sechsköpfigen Kernteam gehören neben Hoffmann und Schemmann auch Sozialdezernent Tilman Fuchs und Sonja Bruns vom Amt für Schule, Sport und Integration des Kreises Steinfurt sowie Jubi-Leiter Sebastian Richter und Kerstin Heitmann aus der Gemeindeverwaltung.

Kerstin Heitmann

„Die Ernennung als Host Town ist eine tolle Chance für den Ort Nordwalde beziehungsweise den Kreis Steinfurt, die Inklusion zu stärken und ist zugleich eine wunderbare Bestätigung für unsere Arbeit in den letzten Monaten“, so Heitmann. Eigentlich sollte die Nachricht, welche Kommunen und Kreise als Host Towns ausgewählt werden, bereits im Dezember bekanntgegeben werden. Weil aber so viele Bewerbungen eingingen, verschob sich der Termin. „Ich finde das einfach total schön“, sagte Hoffmann, dass Nordwalde tatsächlich ausgewählt worden sei und nicht nur genommen wurde, weil sich ansonsten nicht genügend gemeldet haben.

Welche Delegation im kommenden Juni in Nordwalde zu Gast sein wird, ist noch unklar. Die Athletinnen und Athleten können sich derzeit noch für die weltweit größte Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung anmelden. Dementsprechend steht noch nicht fest, wie groß die Delegationen der einzelnen Länder sind. Anfang Mai soll mitgeteilt werden, welche Delegation welche Host Town zugeordnet bekommt.

Erste Aktionen bereits 2022

Svenja Hoffmann freut sich darüber, dass mit den Städten Münster und Warendorf zwei weitere Host Towns in der Nähe liegen: „Da können ganz viele tolle Synergien entstehen.“ Die ersten Aktionen soll es nicht erst 2023 geben. „Ideen gibt es ganz viele, auf die Themen Inklusion und Sport aufmerksam zu machen.“ Die digitale Kick-Off-Veranstaltung für alle Host Towns ist am 9. März. In den kommenden Monaten sollen dann das Host-Town-Programm geplant, eingereichte Projektideen umgesetzt und gemeinsam nachhaltige Netzwerke und Angebote vor Ort gestärkt werden.

Startseite
ANZEIGE