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Kindertagesstätte Wichernwald geschlossen

Positiver Corona-Test in der Kita

Nordwalde

Die Kita Wichernwald ist seit Samstag geschlossen. Eine Mitarbeiterin ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ihre Kollegen und rund 60 Kita-Kinder, die in der vergangenen Woche die Einrichtung besucht haben, sind für zwei Wochen in Quarantäne.

Vera Szybalski

Die Kita Wichernwald ist am Montagmorgen verlassen. Eine Mitarbeiterin ist positiv auf das Coronavirus getestet worden, deshalb ist die Einrichtung seit Samstag geschlossen. Foto: Vera Szybalski

Die Rollläden der Kita Wichernwald sind am Montagmorgen heruntergelassen, nur vereinzelt kann man einen Blick durch die Fenster werfen. Dahinter gibt es aber nicht viel zu entdecken. Denn nach einem positiven Corona-Test einer Mitarbeiterin ist die Einrichtung seit Samstag geschlossen. Die Mitarbeiter der Kita und die Kinder, die in der vergangenen Woche den Kindergarten besucht haben, befinden sich für zwei Wochen in Quarantäne.

Das gesamte Team der Kita hatte sich vor einer Woche einem Routinetest unterzogen. Am Samstagmorgen erhielt eine Mitarbeiterin dann die Nachricht, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Sie informierte anschließend den Kita-Träger, den Jugend- und Familiendienst (jfd) aus Rheine. „Alle anderen Tests waren negativ“, sagt Mareike Janßen vom jfd. „Die Eltern sind am Samstagabend informiert worden.“

Infizierte Mitarbeiterin ist symptomfrei

Die infizierte Mitarbeiterin ist symptomfrei, sie war deshalb in der vergangenen Woche ganz regulär im Dienst. Ihre Kollegen und rund 60 Kita-Kinder können sich am Donnerstag auf das Coronavirus untersuchen lassen. Unabhängig vom Testergebnis müssen sie aber in Quarantäne bleiben. „Die Testung wird bewusst sechs Tage nach dem letzten möglichen Kontakt gemacht“, sagt Mareike Janßen.

Die Eltern oder Geschwister der Kita-Kinder müssen nicht in Quarantäne, weil sie keinen direkten Kontakt zu der infizierten Person hatten. „Es wird aber wahrscheinlich ein Elternteil mit in Quarantäne gehen“, sagt Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink. Anders als Jugendliche seien Kita-Kinder schließlich noch nicht in der Lage, sich alleine zu versorgen. Wer in Quarantäne sei, solle sich aber möglichst vom Rest der Familie fernhalten, also beispielsweise zu anderen Zeiten als die Familienmitglieder essen und alleine in einem Zimmer schlafen.

Nicht in Panik verfallen

Wie es in der Kita Wichernwald weitergeht, hängt nicht zuletzt von den Testergebnissen ab. „Stand heute ist die Kita für zwei Wochen dicht“, sagt Mareike Janßen. Das ist anders als bei den Corona-Fällen in der Wichernschule vor der Sommerferien. Damals lief der Präsenzunterricht für die meisten Klassen weiter. „Kita-Kinder haben zu ihren Erziehern einen anderen körperlichen Kontakt als Schüler zu ihren Lehrern“, sagt Dagmar Hilgenbrink.

Die Kita Wichernwald ist nicht die einzige im Kreis Steinfurt, in der das Coronavirus nachgewiesen wurde. Auch in einigen Schulen gibt es Fälle. Wie mit solchen Situationen umzugehen ist, hat die Gemeinde nicht zuletzt bei den Corona-Fällen in der Wichernschule gelernt. Dagmar Hilgenbrink rät sowieso dazu, jetzt nicht nervös zu werden: „Das sollte definitiv nicht dazu verleiten, in Panik zu geraten.“

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